Zuerst wurde beschlossen, mich als Prisen,neister auf der vameäe blantes zu lassen, so daß ich der Krisis nach Falmouth gefolgtwäre, wo diese weitere Befehle erwartete. Bei näherer Unter-suchung fand sich aber, daß die Mannschaft einer nordamerikanischenBrigg an deren Bord gefangen gehalten wurde; la vame äeblankes hatte nämlich kaum zwei Tage vor unserem ersten Zu-sammentreffen mit ihr, jenes Schiff gekapert, seine Mannschaft her-über versetzt, es mit eigenen Leuten bemannt und nach Nantesabgeschickt. Mit Einschluß des Schiffsherrn und zweier Steuer-männer beliefen sich jene Amerikaner im Ganzen auf dreizehnKöpfe und so waren wir nunmehr im Stande, mit der Prise eineandere Verfügung zu treffen, welche sich nach mehrstündiger Be-rathungen folgendermaßen herausstellte.
Unser alter Untersteilermann, dessen Wunde ohnehin eine besserePflege verlangte, als er sie an der Nordwestküste erwarten durfte,wurde als Prisenmeister auf das französische Schiff versetzt underhielt Befehl, sich auf dem kürzesten Wege nach New-Vork zubegeben. Der Schiffsherr und Obersteuermaun der amerikanischenBrigg verstanden sich dazu, unter ihm zu dienen und ihm die Dameäe Nantes über den Ocean befördern zu helfen. Drei bis viervon unfern Invaliden wurden gleichfalls nach Haus geschickt unddie befreiten Amerikaner ließen sich für die Heimfahrt aus demselbenSchiffe zum Dienst verwenden. Die französischen Verwundeten blie-ben alle ebendaselbst unter Aufsicht ihres eigenen Chirurgen, der inseinem Fache nicht ganz ohne Verdienst, mir etwas gar zu sehrSchlächter war — eine Erscheinung, welche sich in jener Zeit nurallzuhäufig wiederholte.
Die Nacht kam heran, bis alle diese Anordnungen getroffenwaren, worauf die Dame äe blankes auf dem Kiele rund herumvierte und nach Amerika unter Segel ging. Der Kapitän hatteihr natürlich einen osficiellen Bericht mitgegeben und ich hatte denMoment benützt, um an meine Schwester einen kurzen Brief zu