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gewiß, und auch wenn wir ihn blos mit unserer Kanonade über-raschten, konnte uns der Vorlheil fast eben so wenig entgehen.Der Steuermann war der Ansicht, wir hätten ihm bei der erstenAffaire dermaßen eingegeben, daß er noch jetzt krank davon sey; dies-mal müßten wir ihn mit einem Rnndstich vollends den Nest geben!
Der ,alte Mann' — das sah ich auf den ersten Blick — warhocherfreut über diese Nachricht und auch ich muß gestehen, daßmeine Phantasie durch sie bestochen wurde. Der Ausgang unsersfrüheren Versuches hatte uns Alle etwas bitter gestimmt und hierschien cs, als ob uns das Glück eine zweite Gelegenheit zum Aus-wetzen d:r Scharte gewähren wollte.
„Es kann jedenfalls nichts schaden, Mr. Marble, wenn wiruns bereit machen," bemerkte der Kapitän; „bis wir so weit sind,werden wir auch eher wissen, was wir von der Sache zu haltenhaben."
Kaum war dies gesprochen, als wir auch alsbald auseinanderflogen, um das Schiff klar zu machen. Unsere Aufgabe war baldbeendigt: die Windpfröpfe* wurden herausgenommen, die Kanonenlosgemacht, Munition herbeigeschafft, und in jedes Geschütz beibeiden Batterien auf die Vollkugel noch ein Paar Traubenkugelngeladen. Da man den Leuten de» Beweggrund mitgctheilt hatte,so arbeiteten sie alle wie die Karrcngäule und wir hatten, glaub'ich, keine zehn Minuten gebraucht, um das Schiff dergestalt fertigzu machen, daß es im nächsten Augenblicke den Kampf beginnen konnte.
Kapitän Williams wollte unterdessen das Schiff immer nochnicht abhalten lassen: ich glaube, er wünschte zuvor selbst einmaldes Nachbars ansichtig zu werden, denn er mußte wohl voraus-sehen, welche Folgen es haben würde, wenn er im Nebel darauflosfahrcn und mit einem stärkeren Schiffe, als sein eigenes, ohnevorauSgegangcnen Anruf handgemein werden sollte. Die See wim-
* Werden in die Mündungen der Geschütze gesteckt, um die innere Röhrevor feuchter Lust und dem Wogenschlage zu schützen. D. U.