181
gethan — ganz kurz, aber um so sicherer, so daß ich vor jedemAdmiralitätshofe der Christenheit auf sie schwören wollte."
„Und was habt Ihr nun im Sinn, Mr. Marble? DerFranzmann gab uns bei Hellem Wetter eine harte Nuß zu knacken— was können wir im Nebel mit ihm anfangen?"
„Das hängt von dem alten Manne ab; sein ganzes Wesenist durch den Ausgang des letzten Kampfes niedergedrückt und ichglaube, er wird für ein neues Scharmutz stimmen." Marble warnämlich ein Kennebunkier ohne alle Erziehung und zeichnete sichkeineswegs durch reines Englisch aus. „Wer zum Anfang derPlünderung kommt, Master MileS, könnte sich auf jenem franzö-sischen ,Herrn* 'was Hübsches zusammenmachen."
Der Obersteuermann wies mich nun an, hinunterzugehen undalle Matrosen mit möglichst wenig Geräusch zusammenzurufen.Dies that ich denn auch und als ich aufs Verdeck zurückkam, fandich Marble'S Finger abermals in derselben Richtung, wie wenigeMinuten früher, beschäftigt, nur daß er diesmal Kapitän Williamszum Zuhörer hatte.
Als Offizier nahm ich keinen Anstand, mich eben dahin zuverfügen. Marble erklärte eben die Art und Weise, wie er denFeind einen Augenblick lang gesehen, die Segel, unter denen erihn bemerkt habe, den Kurs, in welchem er steure und den Anstrichvon Sicherheit, der auf ihm herrschte. So viel behauptete ersteif und fest gesehen zu haben, obgleich er das Schiff nur etwazwanzig Sekunden lang wahrgenommen hatte: doch konnte diesAlles recht gut wahr sehn, denn eines Seemanns Auge sieht raschund er hat eine eigene Weise an sich, in kurzem Zeiträume garVieles zu bemerken.
Marble schlug nun vor, wir sollten auf unsere Posten gehen,uns neben den Franzmann legen, ihm eine volle Lage geben undmitten im Dampf und Rauch denselben enter». Konnten wir un-gesehen bis dicht auf ihn anschließen, so waren wir des Siege«