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Andere haben die Vermuthung aufgestellt, das engherzige Bevor-zuguugsspstem —demzufolge das Verdienst der Geburt nachstand —Welches vor der Revolution die Marine so gut wie die Armee be-herrschte, habe nicht verfehlen können, der elfteren den Todesstreichzu versetzen, sofern Leute aus vornehmen Familien sich nicht ent-schließen mochten, sich den bei Erziehung eines tüchtigen Seemannesunvermeidlichen Anstrengungen und Mühseligkeiten zu unterziehen.Letzterer Grund kann übrigens nicht wohl der richtige seyn, wie dennder junge englische Adel gar oft die glücklichsten Seeoffiziere ge-liefert hat und die französische Marine Anno 1798 so gut. wie dieamerikanische alle nur mögliche Gelegenheit besaß, sich, vom Nepo-tismus ungehindert, durch ernste Praxis zu vervollkommnen.
So viel ich auch Jahre lang über diesen Gegenstand nach-gedacht habe, so bin ich doch zu keinem anderen Schluffe gelaugtals zu dem, daß der Nationalcharakter aus irgend einem Grundeeinen wichtigen Einfluß dabei geltend machen mag — oder wasvielleicht richtiger ist, geltend gemacht hat, wenn die Franzosen sichnicht so viel Geschick aneignen konnten, um eine große Seemachtzu werden, denn was die bloße Stärke allein angeht, so muß eineso große Nation immer furchtbar bleiben. Jetzt aber, da sie ihrePrinzen auf die See schicken, werden wir wohl anderen Resultatenentgegensehen dürfen.
Trotzdem daß Anno 1798 sich selten ein Engländer oder Ame-rikaner neben einen Franzmann legte, ohne die feste moralischeUeberzeugung, daß er den Sieg über letzter» davontragen werde,gab cs hierin gleichwohl auch manche Enttäuschungen. Es fehlteihren Feinden keineswegs au Muth, manchmal auch nicht an demnöthigen Geschicke, und unser Gegner mochte wohl zu diesen Aus-nahmen gehören, wie sich aus allen Anzeichen abnehmen ließ, welcheunser Kapitän mit seiner Erfahrung zn entdecken vermochte.
Als wir unserem Feinde näher kamen, sahen wir, daß er sichwie ein ächter Seemann benahm: er hatte ohne Hast oder Ver-