Umstande, daß der andere so rasch daher kam, schloß der Kapitän,daß dies bei dem Fremden nicht der Fall seyn müsse; vielleicht wareS ein bewaffnetes Handelsschiff, wie wir, und dann war allerdingseine Bedeckung nicht üblich.
Da die beiden Schiffe gerade dwarsab von einander lagen,so konnte man den Nachbar höchstens aus den Masten beurtheilen.Seinen Marssegeln nach, die sehr hoch aufgehißt waren, fingMarble an, ihn für einen Franzmann zu halten, und nachdemman sich eine Zeit lang darüber besprochen halte, gab mir derKapitän den Befehl, die Raaen, so weit es die Leesegcl erlaubten,vorwärts zu brassen und näher gegen den Unbekannten anzuluffen.Während unser Schiff seinen Kurs solchergestalt änderte, war derTag etwas weiter vorgerückt und unsere Mannschaft saß jetzt ebenam Frühstück.
Da der Fremde seinen früheren Kurs beibehielt, so mußte er,während wir ihm merklich näher rückten, natürlich vor unser Gal-lion kommen, so daß wir nach Verlauf von drei Stunden nur »ocheine Meile von ihm ab und ganz auf seiner Leeseite standen. Marbleerklärte ihn nun geradezu für einen Franzosen, was seine Segelunverkennbar darthu» sollten, denn daß ein Engländer mit solchenTriangeln von Bramsegeln in See gehen könnte, hielt er für reinunmöglich; er berief sich dabei auf mich, indem er fragte: „ob ichmich noch jener Brigg erinnere, die wir auf der letzten Reise inWestindien so hübsch heimgcschickt hätten — die habe ganz dieselbenBramsegel wie der Bursche windwärts da drüben gehabt." Ichkonnte allerdings eine gewisse Aehnlichkeit nicht in Abrede ziehen,wie ich denn an den wenigen französischen Fahrzeugen, die ich ge-sehen, immer dieselbe Eigenheit wahrgenommen hatte.
Kapitän Williams beschloß, dem Nachbar unter allen Um-ständen aufs Luvquartier zu rücken und sich denselben etwas näherzu betrachten. Daß er bewaffnet war, konnten wir schon jetzt wahr-nchmen; soviel wir darüber inö Reine zu kommen vermochten, führte