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18 (1845) Miles Wallingfords Abenteuer zu Land und zur See
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Halt, halt - 's ist jetzt genug mit Deiner Kanonenkugel;laß uns nun auch etwas Anderes hören."

Ruprecht wurde feuerroth, denn er hatte von seiner Schwesternoch als Kind gar manche freimüthige Winke der Art erhalten,besaß aber zu viel Klugheit, um seinen nunmehrigen Aerger zuverrathen, so bitter er ihn auch, wie ich wohl vcrmulhete, em-pfinden mochte.

Aufrichtig gestanden, hatte meine Anhänglichkeit an Ruprechtmit dem Aufhören der Achtung vor seiner Persönlichkeit bedeutendabgenommen. Er hatte sich auf der ganzen Reise als einen solchenEgoisten dargestellt hatte so oft seinen Dienst versäumt unddann meistens auf den armen Neb abgeladen hatte sich so seltendurch die That als den Mann bewährt, als den er sich mit derZunge zu schildern Pflegte, daß ich meine Augen vor so manchemseiner Charaktermängel nicht länger verschließen konnte. Noch hatteich ihn lieb, aber nur aus Gewohnheit und vielleicht weil er mei-nes Bormunds Sohn und Lucy's Bruder war. Dann konnte ichmir auch nicht verhehlen, daß Ruprecht, streng genommen, keinMann von Wahrheit war. Alles was er erzählte, war verschönert,übertrieben, mit grellen Farben und Anmerkungen ausstaffirt, jaVieles gerade zu von ihm erfunden. Ich war noch nicht alt genug,um zu wissen, daß die meisten Berichte, wie sie in der Welt gängund gäbe erscheinen, nichts als entstellte Wahrheiten sind und daßnicht leicht etwas seltener getroffen wird, als ein unverfälschterThatbestanb daß Lüge und Wahrheit mit einander auf Reisengehen, wie Pope dies in seinem Muhmestempel'' schildert, bis

»Eines oder's Andere unvermischt kein Sterblicher mag finden."

Gerade in seiner Erzählung unserer Reise hatte Ruprecht vonmehr als fünfzig Stellen einen falschen Eindruck in der Seeleseiner Zuhörerinncn hinterlaffen. So hatte er aus den beidenScharmützeln weit mehr gemacht als sich eigentlich mit der Wahr-heit vertrug, wogegen er bei beiden Affairen dem ehrlichen Neb