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treten, um nicht mehr als eines der Sinnesorgane zu gleicher Zeitzu erschrecken: aber die Mädchen kreischten laut auf und breitetendie Arme nach uns aus — und jetzt zauderten wir nicht länger,sondern stürzten ihnen entgegen.
Ich weiß nicht wie es kam, aber als ich wieder zur Besinnunggelangte, fand ich, daß ich Lucy an'S Herz drückte und daß Ruprechtin GraceS Armen lag. Der kleine Jrrthum war übrigens alsbaldausgeglichen, indem nun Jeder, wie Pflicht und Schicklichkeit es mitsich brachte, seine eigene Schwester umarmte. Die Mädchen ver-gossen Ströme von Thränen und versicherten uns immer wiederauf'S Neue, dies sey der erste wahrhaft glückliche Augenblick, densic seit jenem Abschied auf der Werste, also seit beinahe einemJahre verlebt hätten. Dann sah man sich gegenseitig au, äußertesein Erstaunen und seine Freude über die Veränderung im Aeu-ßeren, welche mit allen Vieren vor sich gegangen war, und Küsseund Thränen, vollauf gespendet, vollendeten die Scene.
Den armen Neb dagegen sah man beim Klange meiner Stimmemit ängstlicher, zweifelnder Miene nach der Straße hinfliegen, undals er sich endlich von unserer Identität, sowie davon überzeugthatte, daß wir wirklich aus Fleisch und Blut bestünden, warsser sichabermals zu Boden, wo er nun unter gellendem Freudengeschreiumherkugelte. Nach diesem für den Neger charakteristischen Ausbruchedes Entzückens sprang er wieder auf seine Füße, stürzte nach demWohnhaus und jauchzte im höchsten Falsett seiner Stimme, wiewenn er gegen Ueberbringung dieser Botschaft seiner eigenen Par-donnirung gewiß wäre — „Master MileS kommt heim! — MasterMileS kommt heim!"
Unter uns Vieren, die wir bei dem Ruhesitze zurückblicben, warunterdessen nach wenigen Minuten die Ruhe so weit wieder her-gestellt, daß Fragen und verständliche Antworten ausgetauscht wer-den konnten. So erfuhr ich denn zu meiner großen Freude, daßdie Mädchen mit unserer Todesbotschaft verschont geblieben waren: