Druckschrift 
18 (1845) Miles Wallingfords Abenteuer zu Land und zur See
Entstehung
Seite
114
Einzelbild herunterladen
 

11t

nonen eingeübt hatte. Auch ihm war eine Affaire mit einigenProen aufgestoßen und er ließ sich sehr gern über die nachdrücklicheWeise vernehmen, mit welcher er die Schurken heimgeschickt hatte.Mir schien, als ob er uns um unserer Helbenthat willen beneide;doch mochte dies bloße Einbildung von meiner Seite seyn, denn erzeigte sich gegen uns nichts weniger als karg in seinen Lobsprüchendarüber.

Die geheime Nachricht, welche er über die Verhältnisse zwi-schen Frankreich und Amerika erhalten hatte, beschleunigte nochseine natürliche Geneigtheit für kriegerische Rüstungen, und alswir endlich St. Helena erreichten, konnte man unserem Schiffe füreinen Kauffahrer wenigstens eine gute Kampfbereitschaft nicht ab-sprechcn. Die letztgenannte Insel berührten wir, um Vorrä the einzu-nehmen, konnten aber keine Nachrichten von Interesse einsammeln,da die Personen, welche uns Schiffsbedarf zuführten, außer denNamen der Jndienfahrer, welche in den letzten zwölf Monaten aus-und eingelaufen waren, nichts als die Preise von Fleisch undFrüchten anzugcben wußten. Erst Napoleon gelang es siebzehnJahre später, sie zu civilisiren.

Von St. Helena bis zu den stillen Breiten hatten wir einesehr günstige Fahrt; diese aber zeigten sich diesmal noch windstillerals gewöhnlich. Endlich hatten wir uns jedoch auch durch sieglücklich dnrchgeplagt, und von da an bis in die Breite der Luv-Inseln' ging es uns ganz nach Wunsche. Hier aber bemerkteMarble eines Tags gegen mich, Kapitän DiggeS halte sich näheran die französische Insel Guadeloupe, als ihm überhaupt nöthigoder klug scheine, wofern jener seinen eigenen Berichten über die Ge-fahr, welche dem amerikanischen Handel in diesem The ile des Oceansdrohe, Glauben schenke.

Ich habe zu lange gelebt und von Dingen und Menschen zu

' Eo nennen die Engländer die kleinere Gruppe der westindischen Znsel».

D. U.