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etwa Vorfällen, unschuldig ist. Dazu kam, daß bald, nachdemwir der Fremdlinge ansichtig geworden waren, die volle Dunkelheiteintrat und die Nacht sie unseren Blicken entzog.
Eine Stunde nach Sonnenuntergang fiel der Wind zu einemsanften Lüftchen, das dem Schiff gerade noch seinen Kurs zu ver-folgen gestattete. Zu allem Glück war der John nicht allein eintrefflicher Schnellsegler, sondern gehorchte auch dem Steuer mitgleicher Leichtigkeit, wie sich etwa ein leichtfüßiges Mädchen im leb-haften Tanze herumschwenkt — und in der That habe ich nie, beson-ders bei gemäßigter Witterung, ein besser steuerndes Schiff kennengelernt.
Mr. Marble hatte in jener Nacht die Hundswache und ichwar somit von Mitternacht bis vier Uhr Morgens auf dem Ver-deck. Der Nebel hielt fast während der ganzen Wache an undeine Stunde lang hatten wir sogar einen feinen Regenschauer. Dieganze Zeit über stand das Schiff dichtgchalt unter entfalteten Ober-bramsegeln : Alles schien eine ruhige Nacht zu erwarten, Niemandan ein Reefen oder Beschlagen der Segel zu denken; die Wach-mannschaft schlief meist auf den Decks oder wo sie sonst ein gutesLager finden konnte und am wenigsten im Wege war.
Ich weiß nicht, was mich wach erhielt, denn Knaben meinesAlters Pflegen doch sonst den Schlaf nicht zu verschmähen; ichdachte, glaub ich, an Clawbonny, an meine Schwester Grace undan Lucy, das edle Mädchen, das mich in jenen Tagen der Jugendund vergleichungsweise Unschuld gar oft beschäftigte. Wach, wieich war, trabte ich im Matroscnschritt auf dem Luvgang hin undher, während Mr. Marble auf den Hühnerkörben eingenickt seynmochte und sich eben erst, wie man auch von den Segeln sagenkonnte, ,zum Schlummer zurecht gelegt' hatte.
In diesem Augenblick vernahm ich ein dem Seemanne wohl-bekanntes Geräusch — nämlich das Fallen eines Ruders, das inein Boot hiuabpolterte. So ausschließlich schweiften meine Ge-