Druckschrift 
18 (1845) Miles Wallingfords Abenteuer zu Land und zur See
Entstehung
Seite
78
Einzelbild herunterladen
 

78

danken auf andern, fernen Schauplätzen, daß ich anfangs nicht immindesten überrascht war, gerade als ob wir uns mitten im Hafenunter Fahrzeugen aller Art befänden, welche in jeder Stunde abund zu gingen. Ein abermaliges Besinnen verscheuchte aber dieseitherige Täuschung; indem ich mich scharf umsah, gewahrte ichgerade unter unserem Luvbug und kaum eine Kabellänge davonentfernt ein kleines Segel, das ich deutlich genug unterscheidenkonnte, um es alsbald als eine Proa zu erkennen.

Segel ho! Dicht am Bord!" schrie ich, ohne mich zubedenken.

Kaum war mein Ruf erschollen, als Mr. Marble aufsprang.Er erzählte mir später, sowie er die Augen aufgeschlagen habedies gestand er mir nämlich in, engsten Vertraue» sehen seineBlicke auch sogleich auf den Fremden gefallen. Er war zu sehrSeemann und bedurfte keines zweiten Blicks, um zu wissen, waser zu thn» hatte.Das Schiff abgehalten weit abgesteuert!"befahl er dem Manne am Steuerrade.Legt die Raaen winkel-recht - ruft alle Matrosen auf; einer von euch zu Kapitän Nob-bins: Mr. Kite, sputet euch die verteufelten Proen sind dichtan unfern, Bord!"

Die letzten Worte rief der Steuermann mit lauter Stimmedie Hüttentreppe hinab, so daß man es unten deutlich genug ver-stand, während man es auf dem Verdeck kaum hören konnte.

Jetzt gerieth Alles in Bewegung, und es ist in der That zuverwundern, wie rasch wir Seeleute wach werden, sobald es etwasErnstliches zu thun gibt! I» weniger als einer Minute war,glaube ich, unsere ganze Mannschaft, die meisten blos in Hemdenund Beinkleidern, auf dem Deck versammelt. Das Schiff stand fastganz vor dem Wind, als sich des Kapitäns Stimme vernehmenließ; dann kam Mr. Kite herbeigerannt und hieß den größerenTheil der Mannschaft die Brassen hinten besorgen, während er