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zeigte er sich gleich auf den Raaen selbst weniger geschickt als einWeißer, so wußte er sich doch auch hier ziemliche Gewandtheit undBrauchbarkeit zu erwerben.
Meine eigenen Fortschritte — ich sage dies ohne Eitelkeitund blos um der Wahrheit zu genügen — machten mich zumGegenstände der allgemeinen Aufmerksamkeit. Nach Verfluß einerWoche war ich schon mit dem laufenden Tackelwerk vertraut undkonnte trotz dem besten Seemann am Bord sogar in finsterer Nachtein Tau nach seiner Größe benennen und die Art seiner Verbin-dung, sowie die Stelle angeben, wo es gesplißt war. Mein frühe-res Schiffsmodell hatte mir freilich den Weg zu solcher Geschick-lichkeit sehr erleichtert; dazu kam, daß ich, von aller Seekrankheitfrei — in meinem Leben habe ich nie einen Augenblick daran ge-litten — mich alles Ernstes an die Erlernung dieser Gegenständemachte und für meine Mühe auch reichlich belohnt wurde. Kaumwaren wir vierzehn Tage unterwegs, als ich schon den Dienst anden Schlingen des Kreuzbramsegels los hatte, und ehe wir nochdie Linie pafsirten, hatte ich ihn auch an denen des Fock- und großenMastes gründlich erlernt.
Der Steuermann schickte mich bei allen Gelegenheiten nachvorn und ertheilte mir manche Privatbelehrung; auch der Kapitänversäumte keine Gelegenheit, um mir nützliche Winke oder praktischeVorschriften zu geben. Noch ehe wir in die Breite von St. Helenagelangten, erbat ich mir die Erlaubniß, am Steuerrad den gewöhn-lichen „Trick" ^ mitmachen zu dürfen, was auch zugestanden wurde,so daß ich von der Zeit au, mit Ausnahme der feineren Geschäftedes KnotenbindenS und SplissenS, dem vollen Seemannsdienst anBord Vorstand. Jene schwierigen Arbeiten erforderten etwas mehrZeit, doch bin ich gleichwohl überzeugt, daß ein Bursche, der nichtauf den Kopf gefallen ist und Freude an dem Berufe hat, durch
' So nennen die Matrosen die Zeit, welche sic am Steuer zuzubringeubaden. D. U.