„Anker auf," setzte alle Hände in Bewegung. Der Koch, derKüchenjunge, Ruprecht und ich hatten das „Verfahren des KabelS"und das „Aufschießen der Kabelschläge"» zu besorgen, denn dieAnkerhebel erforderten stärkere Hände als die unseren.
Der Anker ward übrigens ohne Schwierigkeit gelichtet, undRuprecht und ich wurden alsbald auf die Raaen geschickt, um dasVormarssegel loszumachen. Ruprecht — zu meinem Leidwesen seysgesagt — stieg durch das Soldatengat auf den Mars und so hatteich das LoSmachen des Segels an beiden Naaenden allein zu be-sorgen. Auf der Vorraa stand ein anderer Matrose und ich wurdesogleich hinauf beordert, um das Bramsegel aufzubinden. DieLeinwand begann fich auf dem ganzen Schiffe zu lösen und stolzzu entfalten, die Marssegel blähten sich stattlich im Wind undals ich von den VormarSkreuzhölzern hinabschaute, wo ich noch dieGeitaue zu überheben hatte, sah ich, wie das Schiff abfiel und seineSegel mit einer steifen Nordwestbrise füllte.
Eben in dem Augenblicke, als mein ganzes Wesen bei demGedanken, daß ich nach Canton — worunter man damals Ostindienbegriff — unterwegs sey. von wahrem Entzücken erfüllt wurde, riekmir Ruprecht vom Mars aus zu, indem er auf einen Gegenstand imWasser hindeutctc. Im Umwende» bemerkte ich auf hundert Schrittevom Schiff ein Boot und darin — Mr. Hardinge, der uns indemselben Augenblicke erkannte. Allein das Schiff hatte seine Se-gel alle gefüllt und das Boot wurde von Niemand auf dem Ver-deck gesehen oder wenigstens nicht beachtet: der John glitt daranvorüber, und als ich meinen verehrten Vormund zum letzten Malsah, stand er aufrecht, mit entblößtem Haupte, in dem Nachen undhatte beide Arme nach uns ausgestreckt, wie wenn er uns anflehte,daß wir ihn doch nicht verlassen möchten! Im nächsten Augen-» Beide Vorrichtungen haben den Zweck, da« Tau UN, die Ankerwinde