Druckschrift 
18 (1845) Miles Wallingfords Abenteuer zu Land und zur See
Entstehung
Seite
68
Einzelbild herunterladen
 

68

blicke fiel das Schiff so stark ab, daß die Hintersegel seine Gestaltmeinen Augen entrückten.

Ich stieg in den Mars herab, wo sich Ruprecht mit erschrocke-ner, schuldbewußter Miene vor seinem Vater versteckt hatte: ichselbst stellte mich hinter das Eselshaupt und schluchzte bitterlich.Dies dauerte einige Minuten, bis der Befehl des Steuermannsuns Beide aufs Verdeck rief. Als ich dort ankam, war das Bootschon eine bedeutende Strecke hinter uns und hatte den Gedanken,unfern Bord noch zu erreichen, offenbar ganz aufgegeben eineGewißheit, von der ich kaum weiß, ob sie meinem Herzen mehr zurErleichterung oder zum Schmerze gereichte.

Viertes Kapitel.

DrutuS: Ja wie auf Wellen zieht der Menschen LooS:

Faßt es die Fluth, mag stc'S zum Glücke führenBleibl's Ebbe, o dann ist des Lebens ReiseBon Klippen cingedümmt, dem Elend preisgegeben.Auf solcher Springflnth schwimmt auch unser Schiff:Wenn's Zeit, so werden wir der Strömung folgenSonst müßten ohne Hoffnung wir verderben.

Juli»» Cäsar.

Nier Stunden später, nachdem wir den letzten Blick von Mr.Hardinge erhascht, hatte unser Schiff die offene See gewonnen;mit allen Segeln, die eS zu tragen vermochte, ging es bei frischemNordwestwinde über die Barren der weiten Reise entgegen. Wirsteuerten in diagonaler Richtung aus der, zwischen den Küsten vonLong-Jsland und Ncw-Jersey gelegene» Bucht und gegen Ende derNachmittagswache war das Land unser» Blicken völlig entschwun-den. Meine Augen folgten den Hochlanden von Navesink, währendsie, gleich wässrigen Wolken, im Westen hinabsanken und erst, alssie unsichtbar geworden waren, hielt ich meinen sehnlichen Wunschfür erreicht, denn nun befand ich mich auf hoher See.