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so heftig weinen konnte. Grace hat euch Alles erzählt, wle esmeinem lieben Vater erging — auch er hat geweint, und ich kannDir versichern, in meinem ganzen Leben habe ich mich noch nichtso entsetzt wie damals! Ich dachte mir, diese Thränen alleinmüßten euch zurückführen, sobald ihr davon hören würdet. Wasgeschehen wird, weiß ich nicht: daß etwas im Werke ist, scheintgewiß. Wenn der Vater so recht im Ernste ist, so spricht er nurwenig und jetzt, weiß ich, ist er im Ernste. Ich glaube, Graceund ich thue fast gar nichts, als an euch denken — d. h. sie anDich und ich an Ruprecht und auch ein Bischen umgekehrt — so,jetzt habt ihr die ganze Wahrheit. Versäumet ja nicht, ehe ihr inSee geht, noch einmal zu schreiben, wenn ihr überhaupt in Seegeht, was, wie ich hoffe und wünsche, nicht geschehen wird.
Lebewohl!
An Mr. Mikes Wallingford. Lucy Hardinge."
„I>. 8. Neb's Mutter bethenert: wenn ihr Sohn bis SamstagAbend nicht zurück sey, so werde sie kommen, ihn abzuholen. DieSchande scy ihr noch nie widerfahren, einen davvngelaufenenTaugenichts in ihrer Familie zu haben, und sic wolle sich'S auch,wie sie versichert, um keinen Preis gefallen lassen. Doch ich hoffe,wir dürfen ihm und mit ihm euren Briefen bald entgegensetzen."
Nun hatte zwar Neb bereits Abschied genommen, ohne abereinen Brief zur Besorgung zu erhalten. Wie's oft geschieht, be-dauerte ich diesen Mißgriff, erst nachdem cs zu spät war und konnteden ganzen Tag an nichts anderes denken, als wie bitter die Ent-täuschung für Lucy sey» müßte, wenn sie den Neger mit leerenHänden ankommen sähe.
Auf der Straße trennte ich mich von Ruprecht, weil dieser,so lange er seinen langen Oberrock trug, mit einem gemeinenMatrosen nichts zu schaffen haben wollte. Er sagte dies zwar nichtmit dürren Worten, allein ich kannte ihn gut genug, um ihn auchohne Worte zu verstehen. Ich eilte rasch nach meinem Schiffe und