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18 (1845) Miles Wallingfords Abenteuer zu Land und zur See
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schaffen, da ich schon jetzt als anerkannter Erbe beträchtliches An-sehen ans dem Gute genoß.

Um einer Verfolgung zu entgehen, wollten wir nicht früher absegeln,als bis der Wallingford von Clawbonny (so hieß nämlich dieSchaluppe) eine seiner regelmäßigen Fahrten angetreten hatte undNeb war deßhalb angewiesen worden, das Boot für den kommen-den Dienstag Abend bereit zu halten. Ich hatte bei meiner Be-rechnung die Zeit der Ebbe nicht vergessen und wußte, daß derWallingford ungefähr Morgens neun Uhr auslaufen würbe, so daßwir ihm noch vor Mitternacht folgen konnten. Um nämlich jedeEntdeckung zu verhüten, mußten wir bei Nacht abgehen, wo dieWerste völlig klar wurde.

Der Dienstag war für uns Alle ein Tag der Unruhe, derAufregung und der Trauer: nur Mr. Hardinge machte hierin eineAnsnah,ne, denn da er nicht die leiseste Ahnung von dem, wasvorging, hatte, so blieb er ruhig, still und gut gelaunt wie immer.Ruprecht zeigte ganz die verstohlene Miene eines bösen Gewissens,während die Augen der beiden lieben Mädchen kaum einen Augen-blick ohne Thränen blieben. Grace schien jetzt die ruhigste vonBeiden und ich habe seither immer vermuthet, daß sie mit meinemerfindungsreichen Freund, dessen UeberredungSgabe wirklich außeror-dentlich war, wenn er ernstlich von ihr Gebrauch machen wollte«ine geheime Unterredung gehabt haben müsse: Lucy kam mir vor,wie wenn sie den ganzen Tag geweint hätte.

Um neun Uhr, nach dem Abendgebet, Pflegte sich die Familiegute Nacht zu sagen: die meisten gingen schon uni diese Stunde zuBette, nur Mr. Hardinge pflegte selten vor Mitternacht sein Lageraufzusuchen. Diese Gewohnheit nöthigte uns, beim Verlassen desHauses die größte Vorsicht anzuwenden: endlich Schlag eilf Uhrgelang es uns Beiden, unentdeckt daraus zu entwischen. Von denMädchen hatten wir auf dem Gange einen hastigen Abschied ge-nommen, indem wir ihnen die Hand reichten, jeder seine Schwester