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18 (1845) Miles Wallingfords Abenteuer zu Land und zur See
Entstehung
Seite
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meine Mutter t»i Schatten einer riesigen Eiche aus einem höchstmalerischen Punkte hatte errichten lassen, der, vielleicht der schönstedes ganzen Gutes, eine prachtvolle Fernsicht ans eine der lieblichstenStrecken des Hudson gewährte. Unsere Uferseite besitzt zwar im All-gemeinen nicht die schönen Ansichten wie die östliche, weil der mannig-fach gezackte und stasfirte, häufig so prachtvolle Hintergrund unsererGebirge nur den Landschaften der Nachbarn zn gut kommt, währendwir selbst genöthigt sind, uns mit einem bescheideneren Rahmen umunser Gemälce zu begnügen; doch finden sich auch auf dem west-lichen Ufer einige köstliche Perlen landschaftlicher Scenerie und unserPlätzchen zählte eben zu einer der werthvollsten. Das Wasserwar spiegelglatt, wie geschmolzenes Silber und auf den einzelnenSchiffen sah man die Segel in müßiger Ruhe an den Spierenherabhängen, als ob sie das Schlummern des Handels hätten dar-stellen wollen.

Meine Schwester Grace war sehr empfänglich für Natur-schönheiten und wußte bei solchen Gelegenheiten ihre Gefühle weitbesser in Worte zu kleiden, als dies bei Mädchen von vierzehnJahren gewöhnlich der Fall ist. Mit einer ihrer feurigen, begeistertenLobreden wußte sie zuerst unsere Aufmerksamkeit auf die Aussichthinzulenke» und Lucy erwiederie ihr mit einer einfachen, treffendenBemerkung, welche ihre volle Sympathie mit dem Gefühle derFreundin an den Tag legte, wenn auch ihr Wese» und ihre Em-pfindnngsweise weniger leicht Hinzureißen schien, wie das meinerSchwester. Diesen Moment ergriff ich als den günstigsten fürmeine Absicht und eröffnet? das Gespräch folgendermaßen:

Wenn Du die Schiffe so sehr bewunderst, Grace," begannich,so wirst Du Dich vcrmulhlich auch recht freuen, wenn Duhörst, daß ich ein Seemann zu werden gedenke."

Fast zwei Minuten lang herrschte tiefes Stillschweigen: ichselbst that unterdessen, als ob ich die fernen Schaluppen betrachteteund wagte dann einen verstohlenen Blick auf die beiden Mädchen