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„Ich, Ruprecht? Ich bin eben so wenig mein eigener Herrals Du es bist. Ich bin Deines Vaters Mündel, muß es nochlänger als fünf Jahre bleiben und als solcher stehe ich, eben so wieDu unter seiner Leitung."
Ruprecht lachte mich aus und suchte mich zu überreden, daßes gar nicht so übel wäre, wenn ich seinem würdigen Vater alleVerantwortlichkeit in der Sache abnähme und — falls ich ent-schlossen seh, nie nach Dale zu gehen, noch Advokat zu werden —heimlich auf die See ginge, um erst wieder zurückzukehren, nach-dem man mich in di« Marine ausgenommen hätte. „Wolle ich michüberhaupt dem Seedienste widmen, so sey," meinte er, „keine Zeitzu verlieren, den» Alle, mit denen er noch davon gesprochen, hättenversichert, daß man sich am Besten zwischen dem sechzehnte» undzwanzigsten Jahre der Erlernung dieses Dienstes widme."
Ich hielt eine solche Versicherung nur für allzu gegründet undschied von meinem Freunde mit dem Versprechen, die Sache beider nächste» Gelegenheit weiter mit ihm zu besprechen.
Ich kann mich kaum einer Beschämung erwehren, indem ich ein-gestehe, daß Ruprechts arglistige Sophismen meine Augen für denUnterschied zwischen Recht und Unrecht beinahe verschlossen. WarMr. Hardinge wirklich durch meines Vaters Wünsche dazu ver-bunden, mich für die Gerichtsschranken zu erziehen und fühlte ichselbst eine unüberwindliche Abneigung gegen diesen Beruf, warumsollte ich mir nicht lieber gleich jetzt das Recht nehmen, für michselbst zu entscheiden und auf eine Weise zu handeln, durch welcheder gute Mann seiner Verantwortlichkeit enthoben wurde?
So weit die Sache Mr. Hardinge anging, wurde es mir nichtschwer, zu einem Entschlüsse zu gelangen: nur hatte die tiefe Ehr-furcht, die ich vor den Wünschen meines Vaters und besondersvor denen meiner theuren Mutter hegte, in meinem Herzen garstarke Wurzel geschlagen und äußerte einen Einfluß auf mein Be-nehmen, der nicht so leicht z» beseitigen war. Ich beschloß deßhalb.