mich offen gegen meinen Vormund anözuspreche», um mich zu über-zeugen, ob meine Ellern eine» Wunsch geäußert hätten, der fürmich bindend sehn konnte. Mein Plan ging sogar so weit, ihmmeine Absicht, Seemann zu werden und die Welt zu sehen,mitzutheilen, dagegen durfte er keine Ahnung davon haben, daßich auch ohne sein Vorwiffen auf und davon gehen könnte, da die»den trefflichen Geistlichen doch nicht so ganz ,aller Verantwortlich-keit in de» Prämissen* enthoben hätte, wie Ruprecht dies mit seinemPlane in Aussicht gestellt hatte.
Bald ergab sich eine Gelegenheit, über die Sache zu redenund ich fragte nun Mr. Hardinge, ob mein Vater in seinem Testa-mente verordnet habe, daß ich nach Uale geschielt und zum Advo-katen erzogen werden sollte. — Nichts der Art war geschehen.Hatte er überhaupt in dieser Beziehung einen besonderen Wunschmündlich oder schriftlich hinterlaffen? — Nicht daß mein Vormundwußte. Zwar hatte Letzterer von seinem Freunde mehrere Maleeinige allgemeine Bemerkungen vernommen, aus denen sich schließenließ, daß Kapitän Wallingford so obenhin die Erwartung hegte,ich würde mich am Beste» dem Gerichtsstände widmen — aber nichtsweiter.
Ich fühlte mich durch diese Zugeständnisse sehr erleichtert, dennich kannte meiner Mutter Zärtlichkeit zu gut, um für möglich zuhalten, daß sie auch nur im Traume ein gebieterisches Einschreitenin einer Sache beabsichtigt habe, die offenbar mit meinem eigenenGlück und Geschmack so eng zusammenhing. Als ich meinen Vor-mund auch in diesem Punkte ausholte, gestand er mir ohne Zögern,daß meine Mutter sich zu öfteren Malen über ihre Plane in Betreffmeiner Laufbahn mit ihm besprochen habe. Sie wünschte, baß ichnach Dale ginge und das Jus studirte, auch wenn ich es niemalsprakticiren sollte.
Kaum hatte der gewissenhafte Diener des Herrn dies geäußert,als er inne hielt, um die Wirkung seiner Rede auf mich zu beob-