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18 (1845) Miles Wallingfords Abenteuer zu Land und zur See
Entstehung
Seite
23
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Du, Ruprecht! Du weißt ja doch, wie Dein Vater beab-sichtigt oder eigentlich wünscht, daß Du ein Geistlicher werdest."

Nun, das muß ich sagen, Miles, ein junger Mann von meinerFigur müßte sich am Betpult oder im Chorrock nicht übel auS-nehmeu! Nein, nein; die Kirche hat in diesem Jahrhundert schonzwei Hardinge besessen, ich für meinen Theil habe Lust, auf dieSee zu gehen. Du wirst vermuthlich wissen, daß mein Urgroß-vater Seekapitän war und er konnte seinen Sohn zum Pfarrererziehen! Nun, ich weiß ein hübsches Spielwie Du mir, soich Dir" und der Pfarrer soll nun wieder einen Sohn an eines derLinienschiffe abgeben. Ich habe schon Biographien von Seemännerngelesen und eS ist wirklich wunderbar, wie viele Söhne von Geist-lichen in England zur Marine gehen und umgekehrt so mancherSeemannsjunge den Priesterrock anzieht."

Aber unser Vaterland hat ja gegenwärtig gar keine Marine nicht ein einziges Linienschiff, glaub ich."

Das ist gerade das Schlimmste. Der Kongreß hat zwarvor einigen Jahren ein Gesetz über Erbauung einiger Fregattenerlassen, aber noch keine einzige ist vom Stapel gelaufen. Nun daWashington aus dem Staatsdienst getreten, ist wohl in unseremLande an nichts GescheidteS mehr zu denken."

Ich verehrte zwar Washingtons Namen, wie das ganze Landihn verehrte, das seguitur wollte mir aber doch nicht recht ein-leuchtcn. Ruprecht aber kümmerte sich wenig um logische Schlüsse,wie sich denn seine Behauptungen in der Regel auf seine eigenenWünsche, und ebenso diese umgekehrt auf jene gründeten.

Du bist jetzt im Wesentlichen Dein eigener Herr," fuhr ernach kurzer Pause fort,und kannst thun, was Dir beliebt. GehstDu zur See und es gefällt Dir da nicht, so brauchst Du bloS aufDein Gut zurückzukehren, wo Du nach wie vor der gebietende Herrbleibst, gerade wie wenn Du die ganze Zeit hier gewesen und demViehweiden, Heuschneidcn und Schweinefüttern zugesehen hättest."