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18 (1845) Miles Wallingfords Abenteuer zu Land und zur See
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Ich glaube, weder Eitelkeit, noch irgend ein anderes mit Selbst-liebe verwandtes Gefühl wird mich irre führen, wenn ich behaupte,daß eS schwer gewesen scpn möchte, anderswo vier junge Leute an-zutreffen, welche die Aufmerksamkeit eines Vorübergehenden leichterauf sich ziehen konnten, als wir vier, wie wir gegen das Ende desJahres 1787 beisammen waren. Ruprecht Hardinge glich seinerMutter und hatte ein bildhübsches Gesicht, dazu äußerst graziöseBewegungen. Er besaß eine angeborene Feinheit des Wesens,welche er auch gehörig in's Licht zu stellen verstand verbundenmit einer Zungenfertigkeit und einer glücklichen Laune, weiche ihnzu einem sehr angenehmen, wenn auch nicht gerade sonderlich be-lehrenden Gesellschafter machten.

Ich selbst sah nicht ganz übel aus, war aber gleichwohl vonder auffallenden Schönheit meines jungen Lebensgefährten weitentfernt: an Mannhaftigkeit, Stärke undThatkraft übertraf ich ihnweit, wie denn überhaupt wenige Jungen meines Alters zu treffenwaren, welche mir's, nach meinem zwölften Jahre, in männlichenEigenschaften dieser Art zuvorthaten. Mein Haar war dunkel-kastanienbraun an meinem ganzen Gesicht vielleicht das Einzige,was einem Fremden ausfallen konnte, denn eS hing mir in reichenLocken über Schläfe und Nacken hinab, bis die fleißige Anwendungder Scheere erstere einigermaßen zur Botmäßigkeit brachte: siehaben indeß ihre Schönheit nie ganz verloren und werden sogar nochjetzt, da sie schneeweiß geworden sind, von Anderen bewundert.

Von uns Allen war aber meine Schwester diejenige, derenäußere Erscheinung am meisten Aufsehen erregte. Ihr Gesicht, einwahrer Spiegel des reinsten, lautersten Gefühls, gehörte zu denen,über welche die Natur sich zuweilen gefällt einen ganzen Zaubervon Schönheit, Anmuth, Wahrheit und Empfindung auszugießen,wie man ihn gewöhnlich nur den Engeln zuschreibt. Ihr Haar warHeller als das meine, die Augen himmelblau, voll Sanftmuth und