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Es war stets zu viel Selbstsüchtiges in dem moralischen Charakterdes Decans gewesen, als daß sein Glaube so demüthig und frommhätte sein können, wie er es sollte. Es nützte ihn nun gar nichts,daß er Decan war oder daß er auf den Marktplätzen, wo ihn dieWelt sehen konnte, gebetet hatte, oder daß er des Beispiels wegen„so viel Gutes" gethan hatte, wie er sich dessen rühmte. Allesreichte nicht hin, sein Herz von seinem weltlichen Sinn zu reinigen,und er tappte nun in der Nacht eines verdüsterten Glaubens nachdem wahren Lichte umher, das seinen Pfad in eine andere Welterhellen sollte.
Der Arzt hatte Alle, bis ans einige der nächsten Verwandtendes Sterbenden, aus seinem Gemache verweisen lassen. Unter die-sen waren jedoch die sauste, zärtlich fühlende Mary, welche ihremOheim in dieser seiner schweren Stunde gern nahe war. Sic hatteseiner Habgier, seines wucherischen Gehabens, seiner großen Selbst-liebe und seiner geringen Gotteslicbc ganz vergessen. Während siean seinem Lager kniete, meldete man ihr, der Köder-Joseph wünschesie in dem Gange vor dem Gemache zu sprechen. Sie begab sichzu dem alten Fischer und fand ihn an dem Fenster, welches nachOsten ging, und von dem aus man also die Gewässer von Gardi-ner s Bai überschauen konnte.
„Dort ist er, Miß Mary," sagte Joseph, indem er auf dasWasser deutete, während sein ganzes Gesicht vor Freude undWhiskey glühte. „Man muß es dem Decan sogleich sagen, damitseine letzten Stunden heiterer werden, als es viele waren, dieer bisher verlebte. Das ist er, aber ich habe ihn doch nicht so-gleich erkannt."
Mary sah ein Schiff, welches ansOyster-Pond abhielt, und siewar mit Gegenständen dieser Art hinreichend bekannt, um sogleichzu sehen, daß es ein Schooner war, sie hatte den Seelöwen aber sovöllig aufgegeben, daß sie gar nicht daran dachte, dieses könne daslange vermißte Schiff sein.