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29 (1854) Die Seelöwen, oder die verlornen Robbenjäger : Roman
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zu lassen, man war genöthigt, zu warten, bis die Oeffnung sichgebörig erweitert hatte, um es voran zu drängen. Diese Zeit wurdebenutzt, um die Gegenstände, welche man zurückgelassen hatte, anBord zu schaffen.

Ilm neun Uhr war Alles an Bord. Man konnte die offeneFahrstraße, welche den Windungen der Küste folgte, so weit sehenals das Auge reichte. Die Taue wurdenbemannt", und der Be-fehl , sich in Bewegung zu setzen, ertönte von Neuem.

Roswell fühlte jetzt, daß er der gefährlichsten aller seiner Unter-nehmungen entgegen ging. Der verzweifelte Lauf durch die Flotteder Eisberge und der zweite Versuch in die See zu kommen, wa-ren in mehrfacher Hinsicht nicht so bedenklich, wie das, was er jetztunternahm. Das Schoß hatte sich nun seit mehreren Wochen rück-wärts und vorwärts bewegt, und durch das Reiben an den eisen-festen Felsen war der Saum des klaren Wassers jedesmal größergeworden, auch wußte man, daß diese Wechsel oft ziemlich unvor-geschcn eintraten. Wenn der Wind nach Mittag umsprang, odereine der nicht zu erklärende» Strömungen jener See sich cinstcllte,ehe man das südöstliche Cap erreichte, wurde der Schooner wahr-scheinlich in den nächsten zwei bis drei Stunden in Splitter zer-quetscht oder in Staub zermalmt. Es war daher von der größtenWichtigkeit, keinen Augenblick zu verlieren.

Die Bewegung des Schooncrs wurde während der erstenStunde mehrere Male aufgehaltcn, weil nickt Raum genug vor-handen war, um zwischen dem Saume des Eises und den vorsprin-gcnden Felsenspitzen dnrchzukommen. Die Säge mußte hier zwei-mal gebraucht werden, denn die Bewegung des Schosses entsprachder Ungeduld unserer Nobbenjäger nicht.

Als diese höchst wichtige Stunde endlich vorüber war, hattesich das Schiff anderthalb Meilen noch vorncn gedrängt und einenEinbug der Küste gewonnen, wo der offene Wasserstreisen mehr als