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29 (1854) Die Seelöwen, oder die verlornen Robbenjäger : Roman
Entstehung
Seite
498
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Daggett's Leiche war mit dem Schnecdamm, in welchen man sieverscharrt hatte, verschwunden, auch die Gerippe der Robben warenweggeschwemmt worden. Kurz, die Felsen waren so nackt und rein,als hätte nie eines Menschen Fuß sie betreten.

Aus dem Umstande, daß Skelette von Robben ans der Nord-küstc zerstreut gelegen, und aus der jetzigen Leere glaubte Ros-well schließen zu dürfen, daß der Sturm ungewöhnlich heftig ge-wesen, und daß solche Unwetter sich nur in langen Zwischenräumeneinftellten.

Aber der Stand des Eises war der wichtigste Punkt. DerSchooner konnte jetzt ohne Blühe in einer Woche reisefertig gemachtwerden, aber er lag noch von einem Eisfelde umgebe», welchesfast das ganze Becken der Gruppe bedeckte. Während Noswell aufden Klippen stand, welche die Bucht beherrschten, berechnete er,daß man vier Fuß dickes EiS wenigstens fünsMeile» weit mit Aex-ten und Sägen durchbrechen mußte, wollte man den Schooner inklares Wasser bringen. Eine solche Arbeit schien ihm so herkulischzu sein, daß er fast geneigt war, das Schiff ganz anfzngebenund, sobald der Sommer sich stetig eingestellt, mit den Booten ans-zulanfen.

Bei ernstem Nachdenken wurde der Plan jedoch als letzte Zu-flucht hintangestellt, denn die Gefahr, auf jener See den Stürmeneinem Wallfischboot ohne Deck und ohne Feuerung cntgegenzutretcn,war zu groß, als daß man sich ihr preisstellen durste, so langenoch irgend eine andere Wahl übrig blieb.

Die Eisberge im Süden waren in Bewegung, und eine großeFlotte derselben, welche aus jenen fernen und damals unbekanntenRegionen kam, wo sie sich gebildet hatte, stach in See. Von demKlippenvorsprung, aus welchem unser Held stand, zählte er derenwenigstens hundert, alle regelmäßig geformt und die Gipfel denendes Tafellandes ähnlich.

Es wahr sehr wünschenswerth, vor diesen neuen Seealpen in