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29 (1854) Die Seelöwen, oder die verlornen Robbenjäger : Roman
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spiel dar, vor welchem der Niagara sein Haupt beschämt versteckthätte. Solche erhabene Scencn begegnen dem Wanderer zuweileninmitten einsamer Oeden, und ihr gelegentliches Auftreten übertrifftan Schönheit und Erhabenheit oft die herrlichsten Erscheinungen,welche die Natnr dem Auge täglich darbietet.

Am folgenden Tage hörte cs ans zu regnen und der Sommerschien wirklich gekommen zn sein. Der Thermometer zeigte freilichzur Mittagsstunde im Schatten nur achtundvierzig Grad, in derSonne aber siebzig. Wer die äußersten Gegensätze von Hitze undKälte ans Erfahrung kennt, kann sich das Entzücke» denken, mitwelchem unsere Nobbenjäger sich unter einer solchen Sonne beweg-ten. Die Winterkleider wurde» bei Seite gelegt, und einzelne ausder Mauuschaft arbeiteten sogar in Hcmdärmeln.

Da der Schnee eben so schnell verschwunden war, als er kam,war nun Alles in der lebhaftesten Thätigkcit. Keiner der Leutehätte sich gern der Gefahr ausgcsetzt, von der Kälte noch einmalauf der Inselgruppe überrascht zu werde». Roswell selbst war derAnsicht, das herbe Unwetter dieser Tage sei die letzte Anstrengungdes Winters gewesen und man brauchte keinen Frost mehr zu fürch-ten eine Ansicht, worin Stimson ihm beistimmte.

Die Segel irurden von der Veranda abgeuommen, und allesdas, was man mitzunehmen beabsichtigte, mit der Raschheit inden Schooner gebracht, welche bei den Schwierigkeiten des Wegesmöglich war.

Während die Maate diesem Geschäfte oblagen, nahm unserjunger Kapitän die erste Gelegenheit wahr, den Stand der Dingeauf der Gruppe und deren Umgebung in das Auge zu fassen. Erstieg deßhalb auf die Ebene hinauf und erkletterte von hier auseinen Vorsprung des Berges, da er gern einen guten Ausguck aufdas Meer draußen nehmen wollte.

Er überzeugte sich bald, daß die letzte Ueberschwemmung allesEis und jede Spur von den Todten in die See entführt hatte.

Die Seeldwen. 32

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