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29 (1854) Die Seelöwen, oder die verlornen Robbenjäger : Roman
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schlossen und seine bitteren Klagen geendigt batte, sank er erschöpftans sein Kissen und hauchte sein Leben ans.

Um die unangenehmen Folgen zu vermeiden, welche die Aufbe-wahrung der Leiche in den warmen Räumen des Hauses nach sichziehen konnte, begrub man sic eine Stunde später nicht weit vondem Hause in den Schnee.

Als Roswell Gardiner diesen Mann, der sich in seiner Giernach Gold wie eine Klette an ihn gehängt hatte, als eine gefühl-lose Leiche in der Windwche einer Insel des südlichen Polarkreisesliegen sah, fühlte er, daß er hier lebhaft auf die Eitelkeit der Welthingcwiescn wurde. Wie wenig war er im Stande gewesen, allesdas, was sich begeben, vorherzusehcn, und wie hatte er sich in sei-nen Berechnungen und Erwartungen getäuscht! Was war alsojener Verstand, auf den er so stolz gewesen, und welchen Grundhatte er, sich in jenen Dingen ans ihn zu stützen, die zumal jenseitsder Wiege und des Grabes liegen der unbegreiflichen Vergan-genheit und der unvorhergesehenen Zukunft, welcher Alle, die dasind, entgegen eilen? Alles wies NoSwcll ans die Demuth hin,und die Lehre der Demuth ist gewiß die nützlichste, welche demMenschen hinsichtlich seines Verhältnisses zur Gottheit zu Thcilwerden kann.

Während er in der Bibel las, die Mary Pratt ihm gegeben,hatte er sich oft über die Hartnäckigkeit gewundert, mit welcherdas auscrwählte Volk Gottes zu seinen Götzenbildern und seinenHainen und Tempeln zurückgekchrt war, er begriff aber jetzt, daßAndere noch stets in dieser Hinsicht irre», und daß von allen Götzen-bildern, welche der Mensch verehrt, das seines Jchs vielleicht dasverwerflichste sei.