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sie vor den Richterstuhl Gottes gerufen werden sollte. Der unglück-liche Vineyarder erschloß in den letzten Stunden Roswell seine Ge-danken und Gefühle mit vertrauensvoller Offenheit. Mit dem her-annahendcn Ende kam ihm das volle Bewußtsein seiner Fehler undSchwächen, und mit tiefem Leidwesen blickte er aus die vergange-nen Tage, welche er in weltlichem Treiben vergeudet hatte. Dieganze Erde enthielt jetzt nichts, das in den Augen des Sterbendeneine in wahrer, frommer, hingehender Gottesverehrung hingebrachteStunde ersetzt hätte.
„Ich fürchte, ich habe das Geld zu sehr geliebt," sagte er zuRoswell, während er nahe daran war, seinen letzten Athem auszu-hanchcn, „ich liebte es aber wahrlich mehr um Anderer, als ummeinetwillen. Frau und Kinder fesseln den Menschen unbegreiflichstark an die Erde. Die Frauen von Robbenjägern sind daran ge-wöhnt, Unfälle zu hören, und die Vineyarder Weiber wissen, daßsie selten einen Gatten an ihrer Seite alt werden sehen. Dennochist cs hart für eine Mutter und Gattin, wenn sie erfährt, daß ihrBeschützer in dem Stolze seiner Jahre und in einer fernen Gegendweggerafft worden. Arme Betby! Es wäre für uns Beide bessergewesen, hätten wir uns mit dem Wenigen, das wir besaßen, be-gnügt, denn die gute Frau wird jetzt ganz auf sich selbst angewie-sen sein."
Daggctt schwieg jetzt eine kleine Weile, aber seine Lippen be-wegten sich, wahrscheinlich betete er. Es war ein trauriger Anblick,einen Mann, dessen Stimme noch kräftig klang, und dessen Herznoch warm und fast jugendlich schlug, in der vollen Kraft sei-ner Jahre an den Rand eines Abgrundes geschleudert zu sehen,welcher ihn, wie Alle wußten, im nächsten Augenblicke verschlin-gen mußte.
Allein dem, was droben beschlossen war, konnte keine mensch-liche Kunst entgcgentreten. Bald nachdem er Roswell sein Herz er-