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29 (1854) Die Seelöwen, oder die verlornen Robbenjäger : Roman
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ihre Blicke zum Gebete erhoben, wenn er der Heimkehr gedachteund die Möglichkeit des Gelingens berechnete, reizte i h r Lächeln undihr besorgtes, wachsames Auge zu dem kühnsten Wagniß, wenn erankam, vcrricth ihr gesenktes, aber freudestrahlendes Auge das be-scheidene Glück ihres tiefsten Herzens.

Von solchen Bildern umgeben und eingewiegt fand Noswelljetzt den Schlaf.

Als die Gesellschaft am Morgen in das Freie kam, hatte dasWetter sich noch entschiedener geändert. Der Wind hatte sich zueiner Kühlte gesteigert und brachte Ströme von Regen mit sich.Da er aus einer warmen Richtung blies, war das Thauwetter ebensoentschieden ausgetreten, wie früher die Kälte. In jenen Gegendenneigt sich das Wetter gewöhnlich zu einem Aeußcrsten, und derUebergang vom Winter zum Frühling ist ebenso rasch und plötzlich,wie der vom Herbste zum Winter.

Wenn wir vonFrühling" undHerbst" sprechen, geschiehtdich nur, um uns der herkömmlichen Sprechweise zu fügen, dennstreng genommen, weiß man in der südlichen, kalten Zone wenigvon diesen Jahreszeiten. Der Sommer folgt dem Winter, unddem Winter wieder der Sommer, was man nämlich hier Sommernennen kann.

Trotz des günstigen Aussehens der Dinge wußte Roswell, alser am nächsten Morgen in das Freie trat, recht gut, daß der Som-mer noch nicht zur Hand war. Viele Wochen mußten noch verge-hen, ehe das Eis die Bai verlassen und auch nur ein Boot auf dasWasser gebracht werden konnte. Es stellte sich daher als unerläß-lich heraus, auch ferner noch mit den Vorräthen und Mitteln desUnterhalts sparsam zu verfahren.

In einer Hinsicht waren die jetzigen Insassen der Insel durchdie schrecklichen Verluste, welche Daggettzs Mannschaft getroffen hat-ten, im Vortheile. Die Vorräthc der beiden Schiffe kamen jetztder Mannschaft des einen zu gut, und Roswell sah, als er über