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29 (1854) Die Seelöwen, oder die verlornen Robbenjäger : Roman
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Gar'ner," klang es flehentlich,wenn Ihr Mitleid mit einemunglücklichen Mitgcschöpfe habt, so erwärmt es mit einem Schluckejenes Kaffee's. O, wie lieblich duftet er, und wie wohl muß er demHerzen thun! Seit drei Tagen ist nichts, nicht einmal Wasser,über meine Lippen gekommen!"

Dieß war Daggett, der lange geprüfte Robbenjäger, der Mannmit den eisernen Nerven und den goldenen Wünschen, er, dessenganzes Wesen vor Kurzem erst Alles in sich vereinigte, was nöthigist, um einen hartnäckigen, entschlossenen, gierigen Jäger nach Er-werb zu bilden! Wie verändert war er jetzt in allem diesem! Erbat jetzt um Mittel, sein Leben zu fristen und dachte nicht mehr anFelle, Thran und Schätze auf einsamen Klippenncstern!

Sobald Noswell von der Lage Daggett's Kunde erhielt, beeilteer sich, ihm die nöthige Hilfe zu reichen. Glücklicherweise war derKaffee, welchen die Oyfter-Ponder mitgebracht hatten, und der nocheinen Thcil seiner Wärme bewahrte, sofort an das Fener gestelltworden und hatte jetzt die Temperatur, welche man für die wirk-samste erachtete. Man ließ ihn vorsichtig trinken und seine Stimmegab alsbald Zcugniß von der Wirkung, welche dieses Getränk ausihn hervorgebracht hatte.

Es ergeht mir schlecht, Gar'ner," sagte der Vineyarder Schiffs-patron,ich fürchte, wir Alle hier sind in schlimmem Zustande. Ichhielt mich gegen die Kälte, so lange die menschliche Natur es ver-mochte, mußte aber zuletzt weichen."

Wie.viele Eurer Leute sind noch am Leben, Daggett? sagt esrasch, damit wir nach ihnen sehen und ihnen Hilfe reichen."

Ich fürchte, sie werden in diesem Leben keiner Hilfe mehr be-dürfen. Der zweite Maat und zwei der Leute saßen in der Kajüte,als ich dieses Lager aufsuchte, und ich besorge, man wird sie todtfinden. Ich drang in sie, ihre Decken, wie ich, aufzusuchen, denndieß war das einzige Mittel, sich ein wenig warm zu halten, allein