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29 (1854) Die Seelöwen, oder die verlornen Robbenjäger : Roman
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die Schläfrigkeit hatte sie bereits überkomme», und wo diese ein-tritt, ist die Erstarrung nicht mehr fern."

Die drei Männer in der Kajüte bedürfen unseres Beistan-des nicht mehr, denn sie sind starr wie Klötze, aber cs müssen Eu-rer mehr hier sein. Dort scheinen zwei unter den Decken zu lie-gen, ah, was sagt Ihr zu diesem armen Burschen dort,Stephan?"

Der Geist weilt noch in dem Körper, ist aber dem Abschcidennahe, Herr. Wenn wir ihm ein wenig Kaffee beibriugeu könnten,dürfte sich der Engel des Todes noch von ihm wenden."

Der Kaffee wurde dem Manne cingegosscn und er athmete fastaugenblicklich auf. Er war ein junger Mann, Namens Lee, einerder schönsten, kräftigsten Bursche in der ganzen Mannschaft. Manfand keines seiner Glieder gänzlich erfroren, aber der Umlauf desBlutes hatte in einer Weise gestockt, daß noch eine Stunde in einerKälte, wie sie in der Kajüte geherrscht und sich stets gesteigert hatte,seinen Tod hcrbeiführeu mußte.

Als mau Daggett auf dieselbe Art untersuchte, bebte Roswellüber die Entdeckung, welche er machte. Die Füße, die Beine unddie Vorderarme des unglückliche» Vineyarders waren starr und steifwie Eiszapfen. In dieser Beziehung war kein Jrrthum möglichund Noswell ließ sogleich Schnee bringen, um durch dieses einzigverlässige Mittel, das den Nobbenjägcrn bekannt war, die Kälte zuverscheuchen.

Die Leichen wurden aus der Kajüte gebracht und draußen an-ständig auf das Eis gelegt, denn die zunehmende Wärme innerhalbmachte dieses Verfahren räthlich. Der Thermometer, welchen manjetzt in dem entlegensten Theile der Kajüte aufgehängt hatte, warbis aus zwei Grad über Null gestiegen. Dicß war bereits ein er-träglicher Wärmegrad, und die Leute begannen einen Thcil ihreraußergewöhnlichen Kleidungsstücke bei Seite zu legen.

Die Mannschaft des Vincvardcr Scelöweu hatte aus fünfzehn