Druckschrift 
29 (1854) Die Seelöwen, oder die verlornen Robbenjäger : Roman
Entstehung
Seite
460
Einzelbild herunterladen
 

460

Gewiß, Herr, man kann sich hier unmöglich irren. Es wardie Stimme des Negers Jve, der als Koch bei Kapitän Daggettdient."

Glaubt Ihr das, Stephan? Der Bursche hat eine gute Lunge,und sie werden ihn ausgcfordert haben, uns zu Hilfe zu rufen.Was mag ihnen begegnet sein?"

Ich habe darüber nachgcdacht, Kapitän Gar'ner, und einschwerer Punkt ist's, darauf Antwort zu geben. Speisevorräthemüssen sie noch haben, und wäre dicß nicht, so hätten sie Leuteherübergeschickt, um cs uns zu melden. Sic haben vielleicht ihrFeuer auSgchcu lasse», und cs fehlen ihnen die Mittel, es wiederanzuzüuden. Ich wüßte nicht, was Leuten in ihrer Lage sonst zu-gcstoßen sein könnte."

Der letztere Gedanke schien RoSwcll wahrscheinlich. Sobalder sich überzeugt hatte, daß man ihn um Beistand augerufeu, be-schloß er, trotz der späten Stunde und der strengen Kälte, zu demWrack zu eilen. Er fühlte, wie er Stephan auch angcdeutct hatte,durchaus nicht, wie kalt cs war, denn die Bewegung und diegeistige Anstrengung hatten ihn gegen die Herbe der Jahreszeitgestählt.

Der Ruf war jedoch so plötzlich, so unerwartet gekommen, daßer anfangs nicht wußte, wie er vorschreiten sollte. Er besprachdie Sache mit Stimson, und mau kam über folgenden Planüberein:

Die Maate sollten gerufen, mit dem, was sich begeben hatte,bekannt gemacht und auf das aufmerksam gemacht werden, wasmöglicherweise von ihnen verlangt werden dürfte. Man hielt esnicht für nöthig, irgend einen der übrigen Leute aufzurufen. Einerder Matrosen war stets mit der Wache in dem Hause betraut, under hatte die Pflicht, nach dem Feuer zu sehen, um gegen eineFcuersbrunst gesichert zu sein, und die Wärme bis aus den uner-läßlichen Grad in dem Hause zu erhalten. Roswell hatte oft daran