i» irgend einer Beziehung der des göttlichen Wesens gleich, sondernals dürfe man nicht erwarten oder fordern, er solle an eine Lehreglauben, welche seinem Wissen und seiner Erfahrung widerstrebte,sofern beide auf der Kraft der Verstandcsthätigkeit beruhten, welcheeine unmittelbare Gabe seines Schöpfers sei. Mit einem Worte,sein Einwnrf war eine der augenfälligsten Einflüsterungen des Ver-nunftstolzcs, und stand in demselben Grade dem großen Gesetze derWiedergeburt entgegen, welche ihren Hauptstützpunkt in dem Gegen-sätze dieses Gefühls — dem Glauben hat.
Während unser junger Kapitän auf der Terrasse wandelte,tauchte der Gedanke an die Notwendigkeit, daß der Schöpfer fürdas geschaffene Wesen unbegreiflich sei, wieder in ihm auf. Wahr-scheinlich war die nun folgende Stunde die wichtigste in RoswellGardiner's Lebe».
So gespannt waren seine Gefühle, so thätig die Kraft seinesGeistes, daß er für die Herbe der Kälte ganz gefühllos war, undda die Bewegung seines Körpers mit der des Geistes, wenn manso sagen darf, gleiches Maaß hielt, ward er in den Stand gesetzt,einer Temperatur Trotz zu bieten, welche ihn sonst, so warm undsorgsam er auch bekleidet gewesen, hätte vernichten müssen.
Und wahrlich, diese Stunde und dieser Ort waren ganz ge-eignet, einen Jeden zu dem wahren Bewußtsein seiner richtigenStellung auf der Stufenleiter der geschaffenen Wesen zu bringen.Das Gewölbe über Noswell funkelte von Welten, die in dem ewi-gen Raume schwammen, und fast alle größer waren, als diese Erde,und ohne Zweifel, wie diese, ihre Bestimmung hatten. Welcher Artwar jenes strahlende, den ganzen Raum erfüllende Licht, das allediese dunkeln Massen in Kugeln von glorreichem Glanze verwan-delte? Roswell hatte chemische Experimente gesehen, welche einenwundervollen Lichtschein hcrvorbrachtcn, schwach aber waren in derThat die glühendsten dieser künstlichen Fackeln im Vergleiche mitden Lichtströmcn, welche aus einer Ferne von Millionen und Millio-