religiösen Glauben durch das göttliche Licht fand, das ihm durchden Einfluß des heiligen Geistes aufgegangen war.
Jener düstere Monat war nicht ungenützt vorüber gegangen.Die ganze Mannschaft war ernst gestimmt, und das öffentliche,laute Vorlesen der Bibel wurde bald eine Lieblingsbeschäftigungder ganzen Gesellschaft. Obgleich Roswell's Lectüre durch MarsssZeichen geleitet wurde, welche alle auf jeue Stellen hinwiesen, diesich auf die Göttlichkeit des Heilandes bezogen, enthielt er sich jederBemerkung, welche seine Ungläubigkeit bcthätigt hätte.
Es liegt ein einfacher Ernst in den erzählenden Theilen desEvangeliums, welcher jedem Geiste seine Wahrheit eindringlichmacht, und diese Wirkung hatte er auch aus Roswell Gardiner,obgleich es ihm nicht gelang, die Zweifel zu beseitigen, welche erso lauge gehegt hatte und die ihren Grund in dem Stolze derVernunft oder in dem hatten, was als solche bei denen gelten mag,welche selten mehr als die Oberfläche der Dinge, wie sie sich ihnendarstcllen, in das Auge fassen.
Am Abend des Oktobertages, welchen wir in unserer Erzäh-lung nun erreicht haben, nach dem heitersten Nachmittage und nacheinem Sonnenuntergänge, wie man ihn seit vielen Monaten nichtauf den Inseln gesehen hatte, lustwandelten Roswell und Stimsonwieder auf der Terrasse, welche jetzt alles Schnees baar war. DieNacht schien kalt werden zu wollen, aber der Wind war noch nichtso scharf, daß man Schutz gegen ihn zu suchen genöthigt gewesenwäre.
Beide glaubten in dem Winde eine Vorahnung des Frühlingszu fühlen, denn er kam von Nordosten, einer Seite, welche diemildesten Luftströmungen über diese See führte, wenn man fich indieser Breite überhaupt eines solchen Ausdruckes bedienen darf.
„Es ist hohe Zeit, daß wir wieder Nachricht von den Vine-yardern zu erhalten suchen," sagte Roswell, als sie fich dem Endeder Terrasse näherten, von wo der Weg zu dem Wrack führte.