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29 (1854) Die Seelöwen, oder die verlornen Robbenjäger : Roman
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Thermometer dürfte in den nächsten vicrundzwanzig Stunden aufvierzig Grad über Null steigen. Leute, welche au solche Ucber-gänge und an solche Kälte gewöhnt find, werden nicht leicht krankoder muthlos.

In dieser Zeit fiel ziemlich viel Schnee, mehr als dich späterder Fall war. Der Schnee hatte große Unbequemlichkeiten in sei-nem Gefolge, denn er wurde bald so tief, daß er eine Art Wallum das Haus bildete, und die gewohnten Gänge der Leute un-möglich- machte. Es gab jedoch Plätze, welche einigermaßen vondiesem weißen Mantel frei blieben. Die bereits öfter erwähnteTerrasse unter dem Hause war eine dieser Ausnahmsstcllcu. Sielag so, daß sie von den Ost- und Westwinden bestrichen wurde,welche gewöhnlich den Schnee unmittelbar, nachdem er gefallen,wegfcgten, was sie um so leichter konnten, da ihnen tausend Besenzu Gebot standen.

Die Fclsenplattc, auf welcher man zu dem Wrack zu gehenpflegte, gehörte auch zu diesen Plätzen. Er war eine Art Absatz, derzu schmal war, als daß der Schnee sich da hätte ausbauen können,und die Winde, welche gewöhnlich im Geleite des Schnees kommen,hatten hier zu piel Spielraum, als daß sich große Schucemasscnangehäuft hätten. Schnee war allerdings hier, und zwar, wie er-wähnt, Schnee mit einer harten Kruste, aber er war nicht, wie anvielen anderen Stellen, zehn bis fünfzehn Fuß hoch. Au einzelnenPunkten hatte er sich freilich auch hier augehäuft, und die Mann-schaft mußte sich mit Schippen einen Weg machen, eine Beschäf-tigung, welche sic in Thätigkeit erhielt und, wenn sie keinen andernZweck gehabt hätte, zur Kräftigung ihrer Gesundheit beitrug. Eszeigte sich bald, daß der menschliche Körper bei diesem niedrigenStande des Quecksilbers nicht die Hälfte der Mühen ertrug, welcheer auszuhaiteu permochte, wenn cs um wenige Grade stieg.

Daggett hatte sein Schiff keineswegs aufgegcben, obgleich eres theilweiseentkleiden" ließ. Fast jeden Tag brachte er neue