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29 (1854) Die Seelöwen, oder die verlornen Robbenjäger : Roman
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Vierundzwanzigstes Kapitel.

Mein Fuß hat den Eisberg berührt.

Wo der Sturm eine rauhe Sprache führt;Wenn die Nacht das Boot verhüllet diä)t,Seh' ich erlöschen des Lcuchtthurms Licht.Ich bin der Seevogel, der Seevogel,

Die Verzweiflung seh' nur ich;

Ich bin der Seevogel, der Seevogel,

Sie hat als Zeugen nur mich.

Blainard.

^n der Erregung und Neuheit der Lage und der Beschäfti-gungen waren zwei Monate schnell vorübcrgegangen. Währenddieser Zeit ward Alles gethan, was die Jahreszeit zu thun er-laubte, und das Haus konnte als vollendet und ganz behaglichgelten. Die Tage waren rasch kürzer geworden, während die Nächtesich in gleicher Weise verlängerten, bis die Sonne nur noch wenigeTagesstunden sichtbar war, und dann blos niedrig den nördlichenHorizont entlang ging. Die Kälte stieg verhältnißmäßig, obgleichdas Wetter in jener hohen Breite ebenso oft wechselt, wie bei uns.Es hörte jedoch auf zu thauen und der mittlere Stand des Ther-mometers war nicht viele Grade über Null. Trotz dieses niedrigenStandes des Quecksilbers fühlten die Leute, daß sie sich au dasKlima gewöhnten, und daß sie eine viel heftigere Kälte ertragenkönnten, als sie je für möglich gehalten hätten.

Bis jetzt hatte die Temperatur für Eingeborene von Neu-Uorkund Neu-England nichts Ucberraschendes, denn es vergeht kaumein Winter, ohne daß dieselbe Kälte, wie man sic jetzt um densüdlichen Polarkreis fühlte, sich bemerklich machte und einige Zeitandaucrte. Während wir dieses Kapitel unserer Erzählung hier inden Bergen von Otsego niedcrschreibcn, erhalten wir einen dieserfiberischeu Besuche in unserem Thale. In den letzten drei Tagenwechselte der Thermometer von siebzehn bis zweiuudzwanzig Gradenunter Null, allem Anscheine nach wird es jedoch thauen und der