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29 (1854) Die Seelöwen, oder die verlornen Robbenjäger : Roman
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dürfen, er werde an den Felsen vorbei kommen und eher in dieinnere, als in die große Bai ablaufcn.

Dreiundzwanzigstes Kapitel.

Nun betet! denn der Sonne Glanz verglühtUnd um die Flur sich mächtig Dunkel zieht.

Als schloß den Vorhang der Allmächt'ge nun.Daß seine Kinder in dem Schatten ruhn;

Drum kniet euch! seht, die Sternchen wachen lichtUnd Frommen fehlt ein guter Engel nicht.

Ware.

E-rostlos in der That und fast hoffnungslos war jetzt die Lageunserer Robbcnjäger geworden. ES war Mittag, und es fror überallim Schatten. Eine glänzende, wohlthuende Sonne warf ihreglorreichen Strahlen auf da^Eispanorama, sie fielen aber so schräg,daß sie nur wenig zur Minderung der Kälte beitrugen. So weitdas Auge, selbst von der Höhe des Eaps, reichte, war nichts alsEis, jenen Theil der großen Bai ausgenommen, in welchen dasEisfeld noch nicht eingedrnngcn war. Nach Süden hin stand umdie Durchfahrt eine Kette von riesenhaften Bergen, Vorposten ähn-lich, welche den Auftrag hatten, jeden Ansgang in dieser Richtungzu hemmen. Seit der Wind umgcsprungen, hatte das Wasser seineAbtrifft verloren und neues Eis sich über die gauze Bai hin gebil-det, wie man dieß an der weißen, funkelnden Linie sah, die demunwiderstehlich fortschreitenden Eisfelde voranging.

Als Roswell auf diese Scene schaute, verdüsterte sich sein Antlitz,und er zweifelte alles Ernstes, ob er vor dem wiederkehrcndenSommer dieses Eisgesängniß verlassen könne. Ein Südwind konnte