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29 (1854) Die Seelöwen, oder die verlornen Robbenjäger : Roman
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Kräften beizustehcn. Er schaute noch einmal nach dem Eise, welchessein Schiff umgab, und wo Alles in gutem Zustande zu sein schien,rief dann sechs seiner Leute bei Namen auf, ließ fie warmes Früh-stück einnehmeu und sich bereit halten, ihn zu begleiten.

Nach zwanzig Minuten schritt Rosweil mit seiner kleinen Sckaarüber das Eis, die Leute trugen Aexte und andere Geräthschaften,welche, wie mau glaubte, von Nutzen werden konnten. Es warkeineswegs schwierig fortzukommen, denn die Oberfläche des Schos-ses, das mehr als eine Stunde im Umfange hatte, war völlig eben,und die Schneckruste darauf war so stark, daß sie einen bespanntenWagen getragen hätte.

Der Wasscrstreis zwischen den Felsen und dem Eise ist vielschmäler, als ich gedacht hatte," sagte Noswell zu seinem ständigenBegleiter Stimson.Er scheint hier kaum hundert Ellen breitzu sein."

Ganz wahr, Herr. Ei, bei einem solchen Trabe in dieserKälte athmet man wie ein blasender Wallfisch. Aber, KapitänGarnier, jener Schooncr wird entzwei brechen, ehe wir ihn er-reichen. Seht, Herr, das Schoß hat die Felsen in seinerNähe bereits erreicht und scheint seine Abtrifft gar nicht hemmenzu wollen."

Roswell gab keine Antwort. Die Lage des Vineyarder See-löwen schien ihm weit gefährlicher, als er bis jetzt geglaubt hatte.Bevor er näher an das Land gekommen, hatte er keine Vorstellungvon der stetigen Gewalt gehabt, mit welcher das Eisfeld an dieFelsen heran trieb, auf welchen die zerschellten Stücke jetzt wie be-lebte Geschöpfe sortkrochen. Dann und wann rissen sich Schollenkrachend los, und die Bewegung des Schosses wurde rascher,plötzlich folgte eine Pause, Alles war still, bewegungslos, unddie heranziehende Schaar athmetc freier, noch schien nicht Allesverloren. Alle Hoffnungen dieser Art sollten aber bald getäuschtwerden.