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29 (1854) Die Seelöwen, oder die verlornen Robbenjäger : Roman
Entstehung
Seite
396
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treten. Er drückte das Steuer nieder, der Schooncr wendete sichschwerfällig und füllte auf einen Kurs, welcher ihn bald eine halbeMeile in diese Straße führte.

Im Anfänge schien Alles günstig, denn der Kanal erweitertesich sogar, während der nordwestliche Kurs ihn in den Stand setzte,auf einer, und zwar der besten Seite den Wind zu fassen. Nach-dem er jedoch vier bis fünf Gänge gemacht hatte, änderten sichdiese schmeichelnden Aussichten plötzlich, indem die Straße in einencnl «Io suo auslicf. Fast in demselben Augenblicke schloß sich dasEis rasch in dem Fahrwasser des Schooners.

Man versuchte jetzt zurückzutretcn, dicß war jedoch unmöglich,da sich ein ungeheures Schoß in seinem Mittelpunkt wendete, weilihm ein näheres Eisfeld, welches seinerseits an den Felsen ausge-haltcn wurde, entgegen trat. Roswell sah sogleich, daß in diesemAugenblicke nichts zu thun sei. Er nahm all' sein Segeltuch ein,so gut dies; bei durchcistem Tuche möglich war, ließ Eisanker aus-wcrfcu und holte sein Scliiff in eine Art Bucht an, wo cs wenig-stens gegen das Quetschen geschützt war, wenn die Eisfelder sichnoch enger schlossen.

Während dieser ganzen Zeit war Daggett geschäftig wie eineBiene. Er umschiffte das Cap und schmeichelte sich bereits mitder Hoffnung, an den Felsen vorbcikommcn und in das offeneWasser auslaufen zu können, als die mächtigen Eisschosscn, derenSchimmer selbst die in dem andern Schiffe gesehen hatten, sichplötzlich in einer Weise in seinen Kurs drängten, welche jedemVersuch, in dieser Richtung weiter zu gehen, Trotz bot.

Daggett wendete und suchte zurückzukchreu. Dicß war jedochkeineswegs so leicht, wie das Niederstaufen vor dem Wind, undauch seine Backen waren, so wie die des andern Schooners, undnoch schwerer mit Eis belemmert. Mehrercmal versagte sein Schiffdas Wenden, weil es vorncn so tief ging, und cs blieb nichtsübrig, als beizudrchen und zu den Aextcn zu greifen. Ein großer