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29 (1854) Die Seelöwen, oder die verlornen Robbenjäger : Roman
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scharf back gelegt, um dm Vineyarder heranzulasscn.Wennnicht, so rathe ich, ihn sofort aufrufm zu lassen."

Dieß geschah alsbald. Mittlerweile schoß der Vineyarder See-löwe au dem von Oystcr-Pond vorüber und Roswell betrat dasDeck, als das andere Schiff eben seines Bugs klar ward.

Wir haben nicht Zeit, Rath zu pflegen, Gar'ner," sagteDaggett rasch.Unser Kurs geht nach vornen. Wir müssen durchoder bleiben, wo wir sind, bis das Eisfeld uns dort zwischen dieVorberge hiuabdrückt. Ich will vorangehen und Ihr könnt folgen,sobald Eure Augen gehörig offen sind."

Der erste Blick ließ Roswell sehen, in welcher Lage er sich be-fand. Sic gefiel ihm nicht, aber hier galt kein Zaudern.

Füllt das Obersegel und zieht das Focksegcl an!" lautete derruhige Befehl, welcher andeutete, was er zu thun beabsichtigte.

Beide Schiffe hielten ihren Kurs. Alle am Bord der beidenSchiffe wurden man wußte nicht wie gewahr, was sich be-gab , und erschienen auf dem Deck. Man hatte nicht die ganzeMannschaft aufgerufen, auch war keine besondere Unruhe entstan-den, welche die Aufmerksamkeit hatte wecken können, aber man hatteunter einander zugcflüstert, eine große Gefahr stünde bevor.

Allerdings stand eine große Gefahr bevor! ES war unerläßlich,mehrere Meilen weit dicht jenem hohen Land entlang zu steuern,wo sich früher die Robben zu sonnen pflegten. Der Wind erlaubteden Schoonern nicht, während der ersten Stunde mehr als eineKabellänge von dem Felsen abzuhalten, dann lief die Küste einwenig seitwärts ab und man konnte knappen Seeraum gewinnen.An jenen Felsen aber brachen sich die Wellen schwer, und dasBrüllen, mit welchem sie in die Höhlungen stürzten, war fast im-mer fürchterlich. Nur der Umstand war einigermaßen ermuthigend,daß man die Küste genauer kennen gelernt hatte, indem man häufigmit den Booten hin und her fuhr. Man wußte, daß das Wasser