knüpfte sein Wollenwamms sorgfältiger als je zu und sah seinenOberen, — das modische Zartgefühl unserer Zeit drückt den Unter-schied des Ranges durch „älter oder jünger" ans, — Hayard sahseinen Oberen nicht ganz ohne Neid verschwinden, so schwer drückteder Schlaf auf seine Angcnliedcr.
Stimson war in der Wacht des ersten Maats, und dieser nähertesich dem alten Seebären, um sich mit ihm zu besprechen und dieSchlaflust los zu werden.
„Ihr scheint hell wach zu sein, König Stephan," bemerkte derMaat, „als wenn Ihr von Schläfrigkeit nie etwas wüßtet."
„Dieß ist kein Theil der Welt für Hängematten und Pritschen,Herr Hayard," lautete die Antwort. „Ich kann und muß mich indiesen Gewässern mit dem vierten Theil Schlafes begnügen, dermir in niedriger Breite zu Theil würde."
„Und mir kommt cs vor, als könnte ich dessen nicht genug be-kommen. Jene Bursche lausen uns ganz gehörig in unserem Fahr-wasser nach, Stephan."
„So ist's, Herr, und sic thun ganz recht daran, denn wir sindlänger, als wir hätten thun sollen, in dieser Gegend geblieben."
„Nun, da wir jetzt wieder frisch im Gange sind, werden wir,denk' ich, einen guten Strich machen. Ich habe bis diesen Augen-blick dort nach nordwärts nichts von Eis gesehen, das der Redewcrth wäre."
„Daraus, daß Ihr keines gesehen habt, Herr Hayard, folgtnicht, daß keines dort ist. Eisschossen sieht man nicht auf eine großeEntfernung, wohl aber zuweilen den Glanz derselben. Mir scheintaber hier herum alles Glanz zu sein."
„Darin habt Ihr ganz recht, Stephan, denn wohin wir schauen,hat der Horizont ein derartiges Aussehen —"
„Ruder am Steuerbord!" rief der Ausguck vorncn, „abgehal-ten, abgehalten, nach vornen ist Eis!"
„Eis, hierin der Bai?" ries Havard und sprang nach vor-