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Man denkt sich leicht, wie groß der Einfluß der sich stets er-neuernden Kälte auf eiuc so ungeheure Ausdehnung sein muß, dadie im Sommer von Norden herab treibenden Eisberge auf dieTemperatur der Vereinigten Staaten wirken.
Wie Gleiches stets das Gleiche erzeugt, so erzeugt Kälte auchKälte. Man fülle einen Raum, wie das nördliche atlantische Meer,mit Eis in allen feinen mannigfachen Formen, — Eisberge, Fel-der, Schossen und Schollen, und denke sich die Herbe, die Intensitätund Ausdauer der Winterkältc, wenn die Sonne sich kaum überdem Horizonte zeigt, und dann ihre Strahlen nur so schief aus dieOberfläche der Erde fallen, daß man blos einen frostig aussehcndcnLichtkreis vor sich zu haben glaubt, welcher nur am Himmel zustehen scheint, um die Nacht von dem Tage zu scheiden.
Dieß war also die Gegend, welche Noswcll Gardincr so sehn-lich zu verlassen wünschte und deren Winter er so sehr fürchtete.Mary Pratt stand vor ihm, seiner Pflichten gegen den Decan nichtzu gedenken, während er hinter sich das ungeheure Eismeer sah, daswir eben geschildert haben und welches jetzt im Begriffe war, sichin die schaurigen Schatten langer, düsterer Dämmerung, wenn nichtgänzlicher Nacht, zu hüllen.
Man darf sich daher nicht wundern, daß er, als er an diesemAbend seine Segel beisetzen ließ, um aus der großen Bai zu treten,dieß mit einem Ernste that, wie Jeder wohl Pflichten obzuliegcnpflegt, deren große Wichtigkeit er erkennt, und welche sichtbar undunmittelbar seine eigene Wohlfahrt bedingen.
„Laßt den Wind tüchtig eingrcifeu, HcrrHauard," sagte Ros-well, als er das Deck verließ, um nach vier und zwanzig Stundenznm ersten Male ein wenig zu schlafen, „und den Schooncr durchdas Wasser laufen. Die Zeit ist uns vorangeeilt und wir müssenuns sputen. Rust mich auf, wenn sich Eis in bedenklicher Weisezeigen sollte."
Hayard ließ das gewöhnliche „Ja, ja, Herr!" laut werden,