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29 (1854) Die Seelöwen, oder die verlornen Robbenjäger : Roman
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des Glückes der wechselnden Jahreszeiten und zumal der wechseln-den Tageslänge. Ein halbes Jahr hindurch, oder von einer Tag-und Nachtglciche bis zur andern, von der Zeit an, wo der Globusgerade ans dem westlichen Punkte des Tisches steht, bis er den öst-lichen erreicht, ist der Nordpol stets von einem Lichtkreis umgeben,welcher allmählig größer und kleiner wird, während des andern hal-ben Jahres gilt dasselbe von der andern Halbkugel.

Natürlich gibt es einen bestimmten Punkt aus der Erde, wodiese Erleuchtung des Pols aushört. Die Gestalt des erleuchtetenTheils ist rund, und wenn man die Spitze eines Bleistifts auf dieäußerste Stelle in dem Kreise setzt, während der Globus sich in sei-ner Achse dreht, schließen die entstehenden Linien genau die Theileder Erde um den Globus ein, welche in der Mitte des Sommersdie Sonenstrahlen empfangen. Diese Linien find der sogenanntenördliche und südliche Polarkreis, welchem letzteren unsere Erzäh-lung sich jetzt wieder zuwendet.

Wir sind jedoch keineswegs ganz gewiß, ob wir uns so verständ-lich gemacht haben, als wir cs wünschen, denn cs ist sehr schwierig,Erscheinungen dieser Art deutlich zu machen, wenn man keine Zeich-nungen und Instrumente zur Hand hat.

Man sagt gewöhnlich, in den beiden Polarsten sei cs sechs Mo-nate Tag und sechs Monate Nacht. Wörtlich ist dieß nur in Be-zug auf die Pole selbst wahr, und im Ganzen ist es annäherungs-weise wahr. Der Uneingeweihte macht sich schwerlich einen richti-gen Begriff von dem, was man eigentlich Eismeer nennt.

Da die Polarkreise in 23« 28' liegen, wird eine Linie, welcheman z. B. von der einen Seite der Erde an dem südlichen Polar-kreis durch den Südpol bis zu der andern zieht, wesentlich längersein, als die Entfernung zwischen Nen-Uork und Lissabon. Dem-gemäß würde die Eisregion einen Theil dieser Erde umfassen, wel-cher ebenso groß wäre, wie das atlantische Meer bis zum Aequatorherab!

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