So lange er genau südlich vor dem Lichte steht, wird man sehen,daß der Nordpol erleuchtet ist, während keine Umdrehung der Achseden Südpol in den Lichtkreis zu bringen vermöchte. Dieß tritt nurein, wenn eine durch die Achse des Globus gezogene Linie dieLampe durchschneidet, und die Neigung so tief wie die Ebene desTisches gestellt wird.
Nun setze man den Globus in Bewegung, indem man demRande deS Tisches folgt und nach Osten oder rechts fortgeht, unddie Achse stets so hält, daß sic in derselben allgemeinen Richtungoder in einer Stellung bleibt, welche mit einer nördlichen und süd-lichen, durch das Licht gezogenen Linie parallel liefe, wäre die Nei-gung so ties wie die Ebene des Tisches.
Dieß istin einem Sinne eine Scitcnbcwegung, wodurch der Licht-kreis um den Nordpol allmählig gemindert und nach Süden aus-gedehnt wird, wie der Globus nordöstlich vorschreitet; die Tages-länge in der nördlichen Halbkugel nimmt nun ab und die in dersüdlichen wächst. Steht er östlich, so fallen die geradesten Licht-strahlen auf den Acqualor, die beiden Pole treten in die Schatten-gränze und die Tage und Nächte werden gleich. Beide Pole sehenjetzt die Sonne den ganzen Tag in ihrem Horizonte. Wie der Erd-ball nach Norden geht, dehnt sich der Lichtkreis um den Südpolaus, während er den Nordpol ganz unberührt läßt. Hat er dieNordseite des Tisches erreicht, so neigt der Nordpol sich so weit vonder Sonne, daß rings um ihn ein ebenso großer Raum im Schat-ten bleibt, wie der Lichtraum war, als er auf der andern Seitedes Tisches stand.
Umgeht man den Kreis aus der westlichen Seite, so bieten sichdieselben Erscheinungen dar, bis mau wieder gerade südlich vor demLichte anlangt, und der Nordpol von Neuem ganz in das Licht, derSüdpol aber in den Schatten tritt.
In Folge dieser höchst einfachen, aber höchst wundervollen Ein-richtung der göttlichen Macht und Weisheit erfreut sich die Erde