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29 (1854) Die Seelöwen, oder die verlornen Robbenjäger : Roman
Entstehung
Seite
369
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mehrere Schueelawincn brachen ganz nahe nieder, keines der Schiffewurde aber beschädigt.

Als die Schooner den Eisfeldern wieder nahe kamen, begabsich Noswell an Bord seines eigenen Schiffes, und alle Boote, welchein der offenen Wasserstraße dem Seelöwen von Holmes' Hole wei-ter geholfen hatten, wurden jetzt anfgchißt und gefestigt. Gardinerlies nun voran und ließ seine Gefährten so nahe als möglich in sei-nem Fahrwasser folgen.

Viel mehr Schwierigkeiten und Gefahren zumal boten sich un-ter den zerstückten und knirschenden Schossen dar, welche nun umdie Schiffe trieben. Obgleich man Wreifhölzer nach allen Seitenansgab, mußte man doch manchen rauhen Stoß aushalten, unddas Kupfer litt an mehreren Theilen bedeutend. Mehrere Malefürchtete Noswell, der Druck auf den Seiten würde die Schiffezerquetschen. Die Gefahr wurde noch vermehrt durch die kühneWeise, in welcher unsere Seefahrer sich aufgefordert sahen, nachvornen zu eilen, denn die Zeit war in jeder Beziehung sehr kostbar,- nicht nur drängte der schwindende Sommer, sondern auch dieErschlaffung der Matrosen, welche zu jeder Stunde fünfzehn Minu-ten an der Pumpe stehen mußten.

Als der Tag wiederkehrte, und die Tage wurden jetzt allmäh-lig kürzer, als sie in den ersten Monaten ihres Aufenthaltes indieser See gewesen, sahen sich unsere Seefahrer in der Mitte großerFelder treibenden Eises, welche sich von den Bergen entfernten, diein Folge tiefer Strömungen noch nordwärts trieben, während dieSchossen sich nach Süden wendeten.

Man mußte sehnlichst wünschen, ans diesem Treibeis hcraus-zutreten, obgleich ein Anschlag und Knirschen bei Weitem nicht sofurchtbar war, als bei starkem Wellenschläge und heftiger Bewe-gung der ganzen Eisfläche. Allein diese Bewegung war jetzt fastunmöglich, und man gewahrte sie nur mittels der Schiffe, welcheDie Seelöwen. 24