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wenn die Güte zuweilen mißverstanden oder mißbraucht wird. Waswar die Erlösung anders als Gute und Liebe und göttliches Er-barmen mit denen, welche dieses Leben weder verstanden noch fühl-te»? Aber Gold, das Seeräuber aufbrachten und versteckten, kannnie das Eigcnthnm Noswell Gardiner's werden."
„Und wem gehört eS denn, Mädchen?" fragte der Decan är-gerlich. „Garnier hatte auch eine solche Art alberner Ansicht inseinem Kopse, als ich zuerst von diesem Schatze sprach, ich habeihn aber bald zur Vernunft gebracht."
„Ich glaube, Noswell muß stets eingesehen haben, daß ein ge-raubter Schatz Niemanden als seinem rechtmäßigen Eigenthnmergehören kann."
„Und wer ist denn dieser rechtmäßige Eigenthnmer, he? oderwer sind vielmehr die Eigenthnmer? Denn das Gold wurde ohneallen Zweifel da und dort geholt und kam aus vielen Händen. An-genommen nun, Gar'ner findet diesen Schatz, wie ich stets nochhoffe, obgleich er eine schrecklich lange Zeit dazu braucht, — aberangenommen, er findet den Schatz, wie will er die rcä'tmäßlgcnEigenthnmer finden? Denke dir hier einen Sack mit Dublonen,eine sieht ans wie die andere, sie haben den Kopf eines Königsoder eines Don so und so, und die Jahreszahl und lateinischeUmschrift, — wer kann hier sagen, diese Dublone ist mein, ichhabe sie vor so und so viel Jahren verloren, der und der Seeräu-ber hat sie mir auf der und der See geraubt, oder man hat michgepeitscht, bis ich den Dieben sagte, wo das Gold lag? Nein, nein,Mary, sei überzeugt, von keinem Gerichte würdest du ein einzigesdieser Stücke zurück erhalten. Für ihre früheren Eigenthümcr sindsie unwiederbringlich verloren, und sie gehören dem, welcher dasGlück hat, sie zu besitzen, und er wird durch diesen Besitz ihr recht-mäßiger Eigenthümcr. Alles Eigenthum beruht auf dem Gesetz,und wenn das Gesetz die Zurückgabe so erworbenen Goldes nichtfordert, hat Niemand Ansprüche darauf."