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noch hatte er seiner Nichte, seines Binders Tochter, so viel vonseinem großen Geheimnisse vertraut, — ein Augenblick des Nach-denkens beruhigte ihn.
„Wie soll Noswell zu so viel Gold kommen, Oheim, wenn erseine Ladung nicht verkauft?" fragte Mary in sichtbarer Angst.
„Dieß ist ein anderer Punkt. Ich werde dir Alles sagen,Mädchen, und du wirst einsehen, wie wichtig cs ist, das Geheimnißzu bewahren. Jener Daggett, nicht der, welcher in einem andernSchooner, so zu sagen einem andern Seelöwen auslief, sondern seinOheim, welcher hier bei der Wittwe White gestorben ist, — gut,jener Daggett gab mir denn die Länge und Breite der Robbcu-Jnseln an, und erzählte mir von dem versteckten Schatze."
„Von dem versteckten Schatze? Von Wem versteckt? Und wasfür ein Schatz, Oheim?"
„Versteckt von Seeleuten, welche über die Habe Anderer ansoffener See frei schalteten und die Beute in Sicherheit brachten,um sie zu gelegener Zeit abzuholcn und den gehörigen Gebrauchdavon zu machen. Was für ein Schatz, fragst du? Nach Daggett'sBericht besteht er vorzugsweise aus schweren Dublonen, obgleichauch eine Summe alter englischer Guineen darunter ist. Ja, icherinnere mich, daß er von diesen Guineen sprach — dreitausendund etliche, und fast eben so viele Dublonen."
„Daggett ist also ein Seeräuber gewesen, Herr? Denn die,welche auf der hohen See mit der Habe Anderer frei schalten, findnichts mehr und nichts weniger als Seeräuber."
„Er selbst war kein Seeräuber. Sein Geheimniß verdankte erjedoch einem Manne, der dieses Gewerbe getrieben hatte, und indemselben Gefängniß saß, in das man ihn wegen Schmuggelnsbrachte. Der Mann erzählte ihm Alles von dem versteckten Schatze,um Daggett für seine Theilnahme und Güte zu lohnen. Es ist gut,wenn man sich zuweilen theilnehmend und gütig zeigt, Mary."
„Es ist gut, stets theilnehmend und gütig zu sein, Herr, selbst