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29 (1854) Die Seelöwen, oder die verlornen Robbenjäger : Roman
Entstehung
Seite
349
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Welch ein schöner Anblick war' es, Oheim," bemerkte Maryfast ohne cs zu wollen, als sie mit thränenvollen Augen eifrig aufdaß Wasser blickte,wenn wir eines Morgens unter der Spitzevon Gardiner's Insel den Seclöwcn vor Anker sähen? Ich denkeoft, dieß könne, nein, dicß müsse noch eintreffen, allein stetswird meine Hoffnung getäuscht. Ich wollte cs Euch gestern nichtsagen, da Ihr mir nicht so wohl wie gewöhnlich zu sein schient,daß ich durch den Köder-Joseph eine Antwort auf den Brief er-halten habe, welchen ich nach Vincyard schickte."

Der Deca» bebte zusammen und wendete sich halb zu seinerNichte um, auf deren Antlitz er jetzt seine hohlen Augen mit einerfast wilden Theilnahmc heftete. Es war die Liebe zum Mammon,welche seine ganze Seele in Aufregung brachte. Er dachte an seinEigenthnm, während Mary an die dachte, deren Leben durch dieseunselige Unternehmung gefährdet, wenn nicht verloren war. Sieverstand jedoch den Blick, so daß sie ihn in ihrer gewöhnlich freund-lichen, sanften Stimme beantwortete.

Ich muß mit Bedauern sagen, Herr, daß von Kapitän Dag-gett oder seinen Leuten keine Nachrichten eingegangen sind," lautetedie traurige Antwort auf die stumme Frage.Niemand auf derInsel hat eine Sylbe von dem Vineyarder Schiffe gehört, seit esRio verlassen. Die Verwandten des Kapitäns Daggett find dortin derselben Ungewißheit hinsichtlich seines Schicksals,, wie wir hierum Roswell besorgt sind. Sie glauben jedoch, die beiden Schiffeseien beisammen geblieben und das gleiche Schicksal habe beidegetroffen."

Der Himmel verhüte das!" rief der Decan so laut, als seineschwindende Lunge cs erlaubte.Der Himmel verhüte das! WennGar'ner eine Stunde länger, als nöthig war, bei diesem Daggettaushielt, hat er verdient, schiffbrüchig zu werden, obgleich derVerlust den Eigenthümer am schwersten trifft."

Es ist gewiß ein erfreulicherer Gedanke, die beiden Schooner