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29 (1854) Die Seelöwen, oder die verlornen Robbenjäger : Roman
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dritten Thcil dieser Zeit mit dem größten Ungestüm. Es verstehtsich von selbst, daß ein Sturm die Gefahren inmitten des Eises be-deutend vermehren muß, obgleich eine frische oder eine steifeKühlte vielleicht viel zur Sicherung des Schiffes beiträgt, indemman cs dann unter Schollen und Schöffen leichter handhaben kann.Wenn das Eis eine Lee zu bilden vermag, so ist glattes Wasser zu-weilen eine Folge davon, obgleich cs sich öfter ereignet, daß die un-ruhige Bewegung, welche in klarem Wasser entsteht, sich über einengroßen Raum ausdehnt, so daß die Felder und Berge unter derfurchtbaren Gewalt der Wellen knarrend und knirschend gegen ein-ander stürzen.

Unsere Schooner liefen jedoch noch in offenem Wasser entlang,wo die Winde weit und ungehindert dahin fegte», und eine Seehatte sich erhoben, welche die zwei kleinen Schiffe fast bis zu ihremDollbord begrub. Was ihre Lage noch unangenehmer machte, Mar-der Umstand, daß jetzt alles Wasser, das an Bord kam, alsbald ge-fror. Daran waren die Leute jedoch bereits gewöhnt, denn häufigwaren die feuchten Theile, welche Nebel und Dünste während derHerbstnächtc auf Spieren und Takelage absetzten, zu Eis geworden.In der That haben Naturforscher die Behauptung aufgestellt, dieEisberge selbst entstünden auf diese Weise, obgleich Schnee ihrenvorzüglichsten Bestandtheil ausmacht. Dieß gibt den Eisbergen ihrschichtenartigcs Aussehen, denn keine geologische Bildung ist in die-ser Hinsicht hervorstechender und regelmäßiger, als diese schwim-menden Berge.

Um zehn Uhr stand der Mond ziemlich hoch über dem Gesichts-kreise, der Nebel hatte sich in Thauform auf das Eis gestürzt, wargefroren und hatte die fortschreitende Auflösung hemmen helfen,während das Meer ziemlich hell ward und die Gegenstände deutli-cher hervortratcn.

Jetzt erst trat den Seeleuten das Bedenkliche ihrer Lage klarentgegen. Der Kühne ist im Dunkeln leicht sorglos, wenn er aber