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Mary lächelte vor sich hin, und eine höhere Glut überflogihr schönes Gesicht.
„Es ist nicht wahrscheinlich, Oheim, daß Roswcll aus sei-nem Wege nach Oystcr-Pond sich irgendwo aufhaltcn lasse,"sagte sie sehr ernst.
„Es würde mir leid sein, wenn er dich nicht thäte. Wcst-indien ist vielleicht der lohnendste Thcil seiner Reise, und ich hoffe,er ist der Mann nicht, der seine Befehle übersieht."
„Wird Roswell sich in Wcstindien aufhalten müssen, Oheim?"
„Gewiß, wenn er seinen Befehlen nachkommt, und ich glaube,der junge Mann thut das. Aber sein Geschäft wird ihn nichtlange dort festhalten," — Marsss Antlitz erheiterte sich wieder beidieser Bemerkung, — „und wenn du recht gerechnet hast, könnenwir nach drei Monaten seiner Ankunft dennoch entgegensetzen."
Mary schwieg einige Minuten, aber ihr reizendes Gesichtglänzte von innigem Entzücken, das aber durch die nächste Bemer-kung ihres Oheims ein wenig getrübt wurde.
„Wenn Gar ncr glücklich zurückkommt, .Mary," fragte derDe-can, „glücklich in jeder Hinsicht, glücklich in der Nobbcnjagd undglücklich in jenem andern Aufträge, — ich meine das westindischeGeschäft, — aber glücklich in Allem, wie ich jeden Tag zumHimmel flehe, dann möchte ich wohl wissen, ob du ihn neh-men willst? stets vorausgesetzt, daß er selbst unverändert zu-rückkommt."
„Unverändert, dann werde ich nie sein Weib werden," ant-wortete Mary mit bebender Stimme, aber ernst und entschlossen.
Der Decan blickte sie erstaunt an, denn er hatte stets nureinen Grund begriffen, warum die elternlose, arme Mary dieHand Roswcll Gardiners so hartnäckig ausschlagen könne, unddieser Grund war seine Armuth.
Nun liebte der Decan Mary mehr, als er selbst wußte, aberer konnte sich nie entschließen, sie zur Erbin seines Vermögens zu