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zu fügen. Er war kein Rcligionsverächter, aber er war in demeinen wichtigen Punkte des Christenthums ein Zweifler. Marymußte jedoch nach seinem Gefühle das glauben, was sie von Kind-heit auf gelehrt worden, dieß schien ihm, wie bereits bemerktworden, nur natürlich, nur weiblich.
Der Leser wird daher nicht staune», wenn er hört, daß Nos-well sich in dieser Stimmung die Nichte des Dccans mit den an-sprechendsten Eigenschaften ausmalte und mit allen jenen Reizenschmückte, welche eine Jungfrau in den Augen des Geliebten zieren.Wäre Mary weniger fromm, in ihrem Glauben an Jesus als denSohn Gottes weniger fest gewesen, der junge Zweifler hätte sie, soseltsam dieß auch scheinen mag, weniger schön gesunden, wenigergeliebt.
Und au was dachte mittlerweile der rauhe, ungebildete See-mann, welcher in der Nähe der beiden Offiziere stand? Waren auchseine Gedanken dem Erwerb, der Liebe und den Freuden der Weltzugewendet? Ja, sein Herz floß von Liebe über, aber cs war dieLiebe Gottes, und zumal jene Liebe zu allen seinen Geschöpfen,jenes Wohlwollen und jene treue Hingebung, welche in dem Herzendes Niedrigsten und Ungebildetsten eben so warm glüht, wie indem des Großen und Gebildeten.
Sein Geist war seinem Schöpfer- zugcwendet und hatte dieaußerordentliche Scene vor ihm in einen großen, prachtvollen, reichgeschmückten, obgleich wilden Tempel zu seiner Ehre und Verherr-lichung umgcwandelt. Wir Alle würden wohl thuu, wenn wir unszuweilen in unserem Jagen nach weltlichen Zwecken einen Ruhe-punkt gönnten und um uns auf die Welt selbst blickten, welche nurein kleiner Theil der unendlichen Schöpfung ist — nur eine unterden vielen tausend anderen Welten, welche sich zur Verherrlichungder Hand, die sie schuf, in ihren Kreisen bewegen. Diese kurzen,aber finnigen Blicke aus die Unendlichkeit des moralischen Raumes,welcher den Menschen von seiner Gottheit trennt, haben die sehr