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im Zusammenhänge stand. Als wohlwollender Befehlshaber jedoch,und als scharfblickender Menschenkenner sah er ein, daß es klug sei,den mühsam Beschäftigten eine Erholung von der Arbeit zu ge-statten. Auch war er nicht abgeneigt, an die Fürsorge der göttli-chenVorsehung und an deren Gerechtigkeit zu glauben, dieser Glaubewar aber nicht die innige Ueberzeugung, wie sic in dem ungebilde-ten, aber hochsinnigen Secmanne lebte, welcher an seiner Seitestand. Er wußte wohl, daß unausgesetzte, erholungslose Anstren-gung den Geist abstumpsc und daß der Mensch von Zeit zu Zeitden Geist von den Sorgen und Mühsalen dieser Welt abwendenmüsse, um über das, was die andere Welt bringt, nachzudenken.Obgleich Roswell zum Deismus*) hinneigte, verehrte er dennochin seinem Herzen den Schöpfer alles dessen, was er sah und be-griff, so wie vieles andere, das er weder erklären, noch begreifenkonnte.
„Dieß ist des Seemanns Denkweise," erwiederte unser Held,nachdem er seinen Gefährten einen Augenblick aufmerksam ange-sehen hatte. — „Bei uns gibt es auf dem blauen Wasser seltenSabbathe."
„Zu selten, Herr, viel zu selten. Verlaßt Euch darauf, Kapi-tän Gar'ner, Gott ist auf der Fläche der Wasser, so wie auf denGipfeln der Berge. Sein Geist ist überall, und man sieht mit Be-trübniß menschliche, nach seinem Ebenbild geschaffene Wesen, welcheauf Gewinn so erpicht sind, daß sie sich keine Zeit nehmen, auszu-ruhen, geschweige denn ihn zu preisen und zu verehren."
„Ich glaube nicht, daß Ihr Unrecht habt, Stimson, ich glaubesogar, daß Eure Ansicht als die eines National-Oekonomen richtigerist, denn als die eines Christen. Man sollte gewisse Tage fürRuhe und Nachdenken scstsetzen — dennoch verlöre ich ungern einenso schönen Tag, wie der heutige ist."
*) Der Glaube an Gott ohne Glauben an die Offenbarung oder die Dreieinig-keit. Der Uebersetzer.